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Методичні вказівки з курсу країнознавства німецької мови " Verfassung und Staatlicher Aufbau der brd" Для спеціальності




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НазваМетодичні вказівки з курсу країнознавства німецької мови " Verfassung und Staatlicher Aufbau der brd" Для спеціальності
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ТипМетодичні вказівки
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C. Hauptcharakteristika des Parteiensystems in der BRD. Für die Entwicklung der Parteien sind folgende Merkmale typisch:

  1. Nach 1945 gab es eine Konzentrationsbewegung, die Zahl der Parteien nahm ab.

  2. Seit Gründung der Grünen und seit 1989 kam es aber wieder eine Aufsplitterung des Parteiensystems.

  3. Es gab und gibt den Kampf um die Mehrheit. Die CDU/CSU erreichte bei der zweiten Bundestagswahl in den 50er Jahren eine hauchdünne Mehrheit nur dank der durch die 5%-Klausel eingeschränkten Verhältniswahl. Bei der folgenden Wahl erzielte sie sogar auf Kosten kleinerer Parteien zum bisher einzigen Mal bei Wahlen in der BRD eine absolute Mehrheit.

  4. Es gibt eine "Asymmetrie" des Parteiensystems. Bis Mitte der 60er Jahre war die SPD durch die Kooperation von FDP und CDU/CSU in einer Minderheitenposition. 1969 kam es aber zum Regierungswechsel durch die Koalition SPD und FDP; die CDU/CSU kamen mit Hilfe der FDP erst 1983 wieder an die Regierung. Beide Regierungswechsel wurden also durch die FDP bewirkt, nicht durch das Votum der Wähler. Die christlich-liberale Koalition besteht seit 1982.

Unter demokratischen Gesichtspunkten wäre jedoch beispielsweise ein alternierendes Parteiensystem wün- schenswert, d.h. die CDU/CSU und FDP stehen der SPD und den Grünen gegenüber.

D. Zur rechtlichen Stellung der Parteien. Die Stellung nach der Verfassung

  • Ohne Parteien kann eine demokratische Ordnung nicht bestehen.

  • Im Grundgesetz werden Parteien daher zu einer verfassungsmäßigen Institution erhoben (Art.21 GG)

  • Wer in der BRD politisch aktiv sein will, muss also in eine Partei eintreten.

E. Die Vorrangstellung der Parteien bei der politischen Willensbildung. Sowohl Parteien als auch Verbände, Gruppen und Vereinigungen wirken auf die politische Meinungsbildung des Volkes ein. Die Parteien haben durch die Parlamentswahlen eine klare Vorrangstellung gegenüber den Verbänden. Dies wird allerdings auch immer heftiger kritisiert. Die Parteien haben mitlerweile das gesamte politische Leben "im Griff".

Nach dem Parteiengesetz von 1967 sollen die Parteien folgende Aufgaben erfüllen:

  1. Sie nehmen Einfluss auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung.

  2. Sie wirken an der politischen Willensbildung der Bürger mit.

  3. Die Beteiligung der Bürger an der Politik wird von ihnen gefördert.

  4. Sie bilden politisches Führungspersonal heran.

  5. Sie stellen für die Wahlen Kandidaten auf.

  6. Sie nehmen, als regierende Partei oder Parteien, Einfluss auf das Parlament und die Regierung; als Opposition kontrollieren sie diese.

  7. Ihre politischen Ziele fließen in den Prozess der staatlichen Willensbildung ein.

  8. Sie stellen Verbindungen zwischen Volk und Staatsorganen her und sorgen dafür, dass diese Verbindungen erhalten bleibt.

F. Die Integrationsfunktion der Parteien. Die Integrationsfunktion umfasst folgende Aspekte:

  • Die Parteien führen die Bürger an die politische Gesellschaft heran, indem sie das Demokratiebewusstsein der Bürger bilden;

    • politische Unwissenheit bekämpfen;

    • die Bürger über die politische Situation, ihre Folgen und die notwendigen Handlungen und Handlungsmöglichkeiten aufklären.

  • Die Parteien sollen einen Ausgleich zwischen den divergierenden Interessen in der Gesellschaft schaffen, indem sie die Anliegen sozialer Gruppen, Verbände, Konfessionen, Wirtschaftsgruppen und kultureller Gruppen aufnehmen und sie ausgleichen.

  • Sie müssen dafür sorgen, dass eine dauerhafte Verbindung zwischen der Gesellschaft und Parlament und Regierung besteht. Das bedeutet:

    • es darf keine Kluft zwischen Regierenden und Regierten entstehen;

    • das Volk muss mit der Politik der Regierung vertraut gemacht werden;

    • die Bürger müssen auf Fehlentwicklungen aufmerksam gemacht werden, vor allem durch die Opposition, und sollen zu Misstrauen und kritischer Urteilskraft erzogen werden;

    • die Parteien sollen die Regierenden über die Probleme der Gesellschaft informieren;

    • Regierung und das Parlament sollen durch die Parteien über die Folgen politischer Entscheidungen aufgeklärt werden;

    • die Parteien sollen die Regierenden darüber informieren, wie das Verwaltungshandeln besser zu gestalten ist.

G. Feststellung der Verfassungswidrigkeit von Parteien - Das "Parteienprivileg":

  • Nur das Bundesverfassungsgericht entscheidet über das Verbot von verfassungswidrigen Parteien.

  • Ein Verbot darf nur erfolgen, wenn die Partei die obersten Grundwerte des freiheitlichen demokratischen Staates verletzt. Ein Verbot kann also beispielsweise aus folgenden Gründen erfolgen:

    • Die Achtung der Menschenrechte, vor allem das Recht auf Leben und das Recht der Persönlichkeitsentfaltung, wird durch die Partei missachtet.

    • Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Verantwortlichkeit der Regierung, Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, Unabhängigkeit der Gerichte oder das Mehrparteienprinzip werden von der Partei nicht anerkannt.

    • Die Chancengleichheit für alle politischen Parteien mit dem Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung einer Opposition werden von einer Partei nicht respektiert.

Das Grundgesetz will also unbedingt verhindern, dass radikale und antidemokratische Parteien in der BRD an Einfluss gewinnen. Weimar soll sich nicht wiederholen! Ist eine Vereinigung eine politische Partei, so hat sie aufgrund dieser Sonderstellung allerdings einen Anspruch auf diese Privilegierung (vgl. Art.21.2 GG).

^ H. Verbot sonstiger Vereinigungen. Die Innenminister können nach Art.9.2 GG Vereine verbieten. Nach dem Verbot existieren sie aber meist weiterhin im Untergrund. Durch die Verbote schließen sich diese Vereine umso enger zusammen, die Anführer werden für die Anhänger durch das Verbot meist zu "Märtyrern". Daher ist das Verbot solcher Vereinigungen meist nicht sehr effektiv. Besser ist die polizeiliche Überwachung dieser Gruppen.

^ I. Aktuelle Probleme der Parteien und des Parteiensystems.

A. Kritik an die Parteien. Die Parteien gelten als wichtiger Bestandteil der Demokratie. Wer diese Staatsform erhalten will, muss sich auch für den Bestand der Parteien einsetzen. Kritik ist jedoch notwendig und sinnvoll, da alle Parteien eine gewisse eigene Dynamik haben, sich ihrer Zeit und den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen anpassen. Nur gegensätzliche Meinungen innerhalb einer Partei und zwischen den Parteien können hier wieder zu einer Bereinigung führen. Die Kritik an den Parteien ist oft ungerechtfertigt, leider aber auch häufig richtig. Ein Beispiel für konstruktive Kritik zeigt Annemarie Renger: "Politik unterliegt dem Gesetz der Bewegung und Veränderung. Das gilt auch für eine Partei. Auseinandersetzungen über Grundsätze wie Einzelfragen sind Ausdruck innerparteilicher Demokratie.

B. Skandale. Die negative Einstellung zu den Parteien entsteht in erster Linie, was verständlich ist, durch Skandale. Bekannt ist das Beispiel des früheren Ministers Günther Krause, der seine Putzfrau vom Arbeitsamt oder seinen Umzug mit Steuergeldern finanzieren ließ. Es ist aber oft auch kein Vergnügen, Minister zu sein, denn als Minister steht man unter der ständigen Kontrolle und dem Beschuß der Öffentlichkeit. Man muss sich fast schon wundern, dass dieses Amt trotzdem noch so gefragt ist, denn man kann zudem in der Privatwirtschaft deutich mehr verdienen. In der Öffentlichkeit wird zudem gern die irrige Ansicht vertreten, dass ein Minister keine Qualifikation benötigt. Schließlich kann er jedes Ministerium leiten, er muss nur Papiere unterzeichnen und Steuergelder ausgeben. Ironisch könnte man sagen: Minister braucht man vor allem, um ihnen Vorwürfe machen zu können.

Zu den letzten bekanntesten Skandalen gehört auch die letzte CSU/CDU – Spendenaffäre Ende des Jahres 1999. Schwarzes Geld und dunkle Zeiten der Schwarzgeld-Kontos haben die Zuversicht der meisten Wähler vernichtet.

C. Zunahme der Zahl der Nichtwähler. Artikel 21 GG sagt: " Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit." Das bewirkte eine Rangerhebung der Parteien zu einem "ungeschriebenen Verfassungsorgan". Doch oft lösen die Parteien die politischen Probleme nicht, sondern sie betreiben nach der Auffassung vieler Bürger nur Pfründenwirtschaft und sie wollen nur die Macht. Hinzu kommen noch zahlreiche Affären der Parteipolitiker. Die Folge ist ein Verlust von Wählern. Nach einer Umfrage des WDR vom September 1992 sind im Westen 35% und im Osten bereits 42% der Wähler Nichtwähler. Die Wahlforscher stellen eine rückläufige Tendenz der Wahlbeteiligung, eine Hinwendung zu radikalen Parteien und eine wachsende Ausländerfeindlichkeit fest. Insgesamt sind die Wähleranteile der großen "staatstragenden" Volksparteien deutlich zurückgegangen.

Verantwortlich für die Abnahme der Stimmen für die großen Parteien ist zudem die stärkere Auffächerung des Parteiensystems. Bedeutsam sind hier die Etablierung der Grünen und die Protestabsplitterungen am rechten Rand des politischen Systems. Eine weitere Ursache für den "Wählerschwund" ist der Wandel der Erwerbsstruktur. Für der Union z. B. verringerte sich dadurch die Anzahl der konfessionsgebundenen Wähler im ländlichen Bereich, wie bei der SPD die Zahl der Wähler im gewerkschaftsgebundenen Arbeitermilieu in den alten Industriezentren zurückging.

Es kommt also zu einer Einebnung der sozial-, bildungs- und berufsmäßigen Unterschiede von Wählern der Volksparteien. Die Folgen ist ein Rückgang der Parteibindung. Das Wahlverhalten wird beweglicher und rationaler, es bekommt einen interessenorientierten Sinn. Das bedeutet auch, dass die Partei in Zukunft nach Leistungs- und Problemlösungsfähigkeit sowie nach der Überzeugung ihres Führungspersonals ausgewählt werden.
Das Hauptproblem der Parteien ist also gegenwärtig, dass sie nicht mehr nur "Weltanschauung" ausdrücken und wegen dieser Anschauung auch gar nicht mehr gewählt werden. Vielmehr werden die praktischen Forderungen an die Parteien anspruchsvoller - aber gerade die können sie offenbar nicht erfüllen.

^ 4.2. Der heutige Zustand des Parteiensystems

In der modernen Demokratie haben miteinander konkurriernde politische Parteien konstitutive Bedeutung. Füe eine bestimmte Zeit gewählt, erfüllen sie politische Führungsaugaben und Kontrollfunktionen.

Im Parteiensystem der BRD seit 1945 unterscheidet man:

  • Parteien des rechten Spektrums: Zu nennen sind hier vor allem "Die Republikaner", gegründet 1983. Sie haben ihre Vorläufer in der "Deutsch-konservativen Partei", die sich 1946 zur "Deutschen Rechtspartei" umbenannte und sich 1950 zur "Deutschen Reichspartei" entwickelte. Daraus entstand 1964 die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Nach kurzen Anfangserfolgen wurden die "Republikaner" wieder bedeutungslos.

  • Wichtige regionale und christliche Parteien: Zu nennen sind hier vor allem CSU als regionale Partei und die CDU. An sie schlossen sich u.a. die Deutsche Zentrumspartei an.

  • Liberale: FDP

  • Parteien des linken Spektrums: SPD; Die Grünen (gegründet 1978), heute mit neuem Namen: Bündnis 90/Die Grünen

Der heutige Zustand des Parteiensystems der BRD ist also, dass es zwei große Volksparteien gibt (SPD und Union aus CDU und CSU), die in der Lage sind, über 30% der Wähler an sich zu binden und daher als Regierungsparteien in Frage kommen. Neben diesen beiden großen Partein gibt es nun auch einige kleinere Parteien, die für die großen Parteien als Koalitionspartner notwendig sind (FDP, Grüne, PDS).

Kennzeichnend für die Entwicklung der Parteien ist:

  1. Nach 1945 gab es eine Konzentrationsbewegung, die Zahl der Parteien nahm ab.

  2. Seit Gründung der Grünen und seit 1989 kam es aber wieder eine Aufsplitterung des Parteiensystems.

  3. Es gab und gibt den Kampf um die Mehrheit. Die CDU/CSU erreichte bei der zweiten Bundestagswahl in den 50er Jahren eine hauchdünne Mehrheit nur dank der durch die 5%-Klausel eingeschränkten Verhältniswahl. Bei der folgenden Wahl erzielte sie sogar auf Kosten kleinerer Parteien zum bisher einzigen Mal bei Wahlen in der BRD eine absolute Mehrheit.

  4. Es gibt eine "Asymmetrie" des Parteiensystems. Bis Mitte der 60er Jahre war die SPD durch die Kooperation von FDP und CDU/CSU in einer Minderheitenposition. 1969 kam es aber zum Regierungswechsel durch die Koalition SPD und FDP; die CDU/CSU kamen mit Hilfe der FDP erst 1983 wieder an die Regierung. Beide Regierungswechsel wurden also durch die FDP bewirkt, nicht durch das Votum der Wähler. Die christlich-liberale Koalition besteht seit 1982.

Unter demokratischen Gesichtspunkten wäre jedoch beispielsweise ein alternierendes Parteiensystem wünschenswert, d.h. die CDU/CSU und FDP stehen der SPD und den Grünen gegenüber.

Seit den ersten gemeinsamen deutschen Wahlen 1990 sind im Deutschen Bundestag 6 Parteien vertreten: CDU, SPD, FDP, CSU, PDS und die Bündnis 90/ Die Grünen.

SCU. Christlich Soziale Union in Bayern (CSU), christlich-konservative politische Partei in Bayern. Die Partei, die aus mehreren regionalen Initiativen hervorging, wurde 1945/46 als interkonfessionelle Volkspartei gegründet. Ihr erster Landesvorsitzender war Josef Müller. Die CSU, die auf Bundesebene eine Fraktionsgemeinschaft mit der Christlich Demokratischen Union (CDU) bildet, stellt sich bislang lediglich in Bayern zur Wahl, wo die CDU ihrerseits keinen eigenen Landesverband unterhält. Sie vertritt insgesamt einen eher konservativeren Kurs als ihre Schwesterpartei und legt außerdem ein besonderes Gewicht auf das Prinzip des Föderalismus. Mit Ausnahme der Jahre 1954 bis 1957 stellte die CSU stets die bayerische Landesregierung. Ihr langjähriger Vorsitzender Franz Josef Strauß war bei den Bundestagswahlen 1980 Kanzlerkandiat der Unionsparteien. Die CSU hat zur Zeit etwas mehr als 180 000 Mitglieder.

FDP. Freie Demokratische Partei (FDP), dem Liberalismus verpflichtete politische Partei in Deutschland, offizielle Schreibweise seit 1968 F.D.P. Die FDP ging 1948 aus einem Zusammenschluss links- und nationalliberaler Gruppen hervor. Von Beginn an etablierten sich unter dem Dach der Partei ausgeprägte linke und rechte Flügel, die je nach Standpunkt eher einem Wirtschafts- oder einem sozial verpflichteten, eformorientierten Liberalismus (Karl-Hermann Flach) zuneigten. Weitere wichtige Anliegen liberaler Politik sind der Wunsch nach geringstmöglicher staatlicher Lenkung sowie größtmöglicher Freiheit des Einzelnen im Rahmen eines liberalen Rechtssystems.

Die FDP ging in der Geschichte der Bundesrepublik wechselnde Koalitionen ein. Ihr erster Vorsitzender (1948/49) Theodor Heuss war zugleich erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1949-1959). Mit Walter Scheel stellten die Liberalen von 1974 bis 1979 einen weiteren Bundespräsidenten. Von 1949 bis 1956 und 1961 bis 1966 war die Partei, wie erneut seit 1982, Koalitionspartner von CDU/CSU-geführten Bundesregierungen. Von 1969 bis 1982 war die FDP Koalitionspartner der SPD. Der Koalitionswechsel zur CDU/CSU nach dem Misstrauensvotum von 1982 führte Helmut Kohl an die Macht und zugleich zu einer Austrittswelle beim linksliberalen Flügel der Partei. Seitdem hat die FDP bei Landtags- und Bundestagswahlen massive Probleme, die Fünfprozenthörde zu überspringen. Dies führte in einigen Landtagen dazu, dass die Partei zwischenzeitlich aus den Parlamenten verschwand. So genannte Zweitstimmenkampagnen zum Erhalt der Koalition versuchten diese Gefahr immer wieder zu bannen. Der Bundes- (1974-1985) und, neben Walter Scheel und Otto Graf Lambsdorff, Ehrenvorsitzende Hans-Dietrich Genscher war von 1974 bis 1992 Bundesaußenminister. Gegenwärtiger Parteivorsitzender ist Wolfgang Gerhardt, Fraktionsvorsitzender ist Hermann Otto Solms, Generalsekretär ist Guido Westerwelle.

Im August 1990 schloss sich die FDP mit den liberalen Parteien der DDR (Bund Freier Demokraten, BFD; Deutsche Forum-Partei, DFP; Freie Demokratische Partei in der DDR) zusammen. Die FDP hat derzeit etwa 81 000 Mitglieder. Sie verfügt über eine Jugendorganisation: Dabei handelt es sich um die Jungliberalen (Julis), nachdem die eher linksorientierten Jungdemokraten (Judos) diesen Status entzogen bekamen.

PDS. Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), am 4. Februar 1990 aus der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) hervorgegangene deutsche politische Partei. Die SED hatte sich im Dezember in "Sozialistische Einheitspartei Deutschlands - Partei des Demokratischen Sozialismus" (SED-PDS) umbenannt und unter ihrem neuen Vorsitzenden, Gregor Gysi, bei den Wahlen zur DDR-Volkskammer im März 1990 16,3 Prozent der Stimmen erhalten. Bei den ersten Bundestagswahlen nach der Wiedervereinigung erhielt sie im "Wahlgebiet Ost" 11,1 Prozent der abgegebenen Stimmen (bundesweit 2,4 Prozent) und war im ersten gesamtdeutschen Parlament mit 17 Abgeordneten vertreten. Nach den Bundestagswahlen 1994, bei denen für die Fünfprozentklausel wieder das gesamte Wahlgebiet der Bundesrepublik zugrunde gelegt wurde, ist die PDS trotz eines Wahlergebnisses von lediglich 4,4 Prozent durch den Gewinn von vier Direktmandaten (Gregor Gysi, Stefan Heym, Christa Luft und Manfred Walter Müller) mit einer "Gruppe" von 30 Abgeordneten im Parlament vertreten - wegen Nichterreichens der Fünfprozenthürde blieb ihr der Fraktionsstatus versagt. Stefan Heym eröffnete als Alterspräsident die erste Sitzung des Bundestages, nach seinem Rücktritt von seinem Abgeordnetenmandat übernahm mit Graf Heinrich von Einsiedel (Jahrgang 1921) ebenfalls ein PDS-Abgeordneter dieses Amt.

SPD. 1890: gibt sich ihren heutigen Namen als Nachfolger der SAP (Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands), die aus einem Zusammenschluß von der ADAV (Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein) und der SDAP (Sozialdemokratischen Arbeiterpartei) in 1875 entstand. Sie wird direkt stärkste Partei und zählt 1913 rund eine Million Mitglieder.

1978: das Sozialistengesetz, sowie die erste Internationale und das Gothaer Programm bekämpfen das politische Potential der Arbeiterschaft und führen zu einer Formulierung revolutionärer Ziele, nämlich die Abschaffung des Privatkapitalismus. Die Entwicklung der sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien in anderen Ländern wird maßgeblich durch die deutsche Sozialdemokratie, im Rahmen der Zweiten Internationale beeinflußt.

1891: setzt sich eine gemäßigte sozialreformerische Parteilinie durch, was zur Folge hatte, daß sich der Richtungsstreit der Partei und der Konflikt mit den Kommunisten verschärft.

1917: Gründung der unabhängigen sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), durch einige sozialdemokratische Politiker, die 1916 die Reichsfraktion der SPD aus Protest verlassen hatten.

1919 und 1930: ist die SPD, die stärkste Partei im Reichstag und stellte mit Phillip Scheidemann den Ministerpräsidenten der ersten Regierung der Weimarer Republik.

 1928: Die große Koalition wurde in der folgenden Weltwirtschaftskrise von den Parteien des extremen linken und rechten Spektrums angegriffen und die Wählerunterstützung schwand rapide.

 1933: Die SPD wird aufgrund ihres Stimmens gegen das Ermächtigungsgesetz aus allen Parlamenten ausgeschlossen.

1945: Nach Kriegsende formierte sich die SPD in den vier Besatzungszonen neu. In den westlichen Besatzungszonen konnte sie sich unter dem Vorsitz von Kurt Schumacher schnell als eine feste Größe im neu entstehenden demokratisch-parlamentarischen politischen System etablieren und war maßgeblich am Zustandekommen des Grundgesetzes beteiligt. Eine Zusammenarbeit oder gar ein Zusammengehen mit den Kommunisten wurde (wie bereits vom Exilvorstand während des Krieges) kategorisch abgelehnt. Anders waren die Verhältnisse in der Sowjetischen Besatzungszone, wo die dortige, von Otto Grotewohl geführte SPD unter dem Druck der Besatzungsmacht mit der KPD zur Sozialistischen Einheitsparei Deutschlands (SED) fusionierte.

1949: SPD steht auf Bundesebene als zweitstärkste Fraktion bis 1966 in der Opposition gegen die CDU unter Konrad Adenauer.

1959: die SPD vollzieht eine entscheidene Wende. Sie wechselt von der Vorstellung, eine reine Arbeiterpartei zu sein zu dem Bild der Volkspartei.

1966 bis 1969: SPD bildet mit der CDU/CSU eine große Koalition.

1969 bis 1982: SPD regiert in einer Koalition mit der FDP.

1987: langjähriger Parteivorsitzender Willy Brandt tritt von seinem Amt zurück

1989: Gründung einer sozialdemokratischen Partei (SDP), die im September mit der SPD fusioniert.

1998: Gerhard Schröder kandidiert für die Bundestagswahlen am 27. September 1998.

Die Grünen. Diese Partei war 1979 auf Bundesebene gegründet worden und yog im Lauf der Zeit auch in mehrere Landesparlamente ein. Die Partei, die zuerst Atomkraftgegner und Protestgruppen mit pazifistischen Tendenzen vereinigte, ist aus einer radikalen Umweltschutzbewegung hervorgegangen. Bei den Bundeswahlen 1990 scheiterten die Grünen an der Fünfprozentklausel. Den Einzug in den Bundestag schaffte aber das mit ihnen auf einer Liste vereinigte Bündnis 90. Diese Gruppierung geht auf die Bürgerrechtsbewegung zurück, die 1989/1990 die Wende in der ehemaligen DDR mit herbeigeführt hat. Diese zwei Parteien haben sich am 14.Mai 1993 unter dem Namen „Bündnis 90/Die Grünen“ zu einer Partei vereint, die 1994 in den Bundestag gewählt wurde.

Arbeitsthemen

1. Der Begriff Partei. Die Aufgaben der Parteien in der demokratischen Gesellschaft. 2. Das Parteiensystem der BRD. 3. CSU. 4. FDP. 5. PDS. 6. Die wichtigsten Daten aus der geschichte der SPD. 7. Die Grünen.

Literaturverzeichnis:

1. Der Deutsche Bundestag. – Berlin: Deutscher Bundestag, 2000. – 23 S.

2. Die Gesetzgebung des Bundes. - Bonn: Deutscher Bundestag, 1999. – 27 S.

3. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. – Bonn: Deutscher Bundestag, 1998. – 96 S.

4. Tatsachen über Deutschland. – Frankfurt/Main: Societäts-Verlag, 1997. – 569 S.

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