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Кафедра ділової іноземної мови




НазваКафедра ділової іноземної мови
Сторінка17/17
Дата17.04.2013
Розмір0.76 Mb.
ТипДокументи
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Werk


  • Die gepanzerte Doris, Kinderbuchverlag Berlin 1954

  • Ein ungewöhnliches Mädchen, Verlag Neues Leben, Berlin, 1959

  • Olga Benario. Die Geschichte eines tapferen Lebens, Verlag Neues Leben, 1961

  • Über hundert Berge, Verlag Neues Leben, Berlin, 1965

  • Ein Sommertag, Verlag Neues Leben, Berlin, 1967

  • In der Klinik, Verlag Neues Leben, Berlin, 1968

  • Muhme Mele, Neuauflage: Spotless, Berlin, 2000

  • Kleine Fische – Große Fische, Verlag Neues Leben, Berlin, 1972

  • Ein sommerwarmer Februar, Kinderbuchverlag 1973

  • Der Gong des Porzellanhändlers, Verlag Neues Leben, Berlin, 1976

  • Vaters liebes gutes Bein, Kinderbuchverlag 1977

  • Gedanken auf dem Fahrrad, Verlag Neues Leben, Berlin 1980

  • Kurgespräche, Verlag Neues Leben, Berlin 1988

  • Ein Tropfen Zeit - Gedichte und Texte, Verlag Husum, Cobra, 1990

  • Sonjas Rapport (autobiografisch)- Erste vollständige Ausgabe, Verlag Neues Leben (Eulenspiegel Verlagsgruppe) 2006 (zuerst 1977).



Vaters liebes gutes Bein


Ein Hund lief bellend die Straße entlang. Lutz hatte Angst vor ihm und klammerte sich an Vaters Bein. Der Hund lief fort.

„Guten Tag", sagte ein Mann zum Vater, „wie geht's dir denn? Das ist wohl dein kleiner Sohn?" Der Vater nickte. Der Mann streckte die Hand aus, aber Lutz schaute fort.

„Sag' dem Onkel guten Tag", mahnte der Vater.

Lutz versteckte sich hinter Vaters Bein und blieb stumm. Er schmiegte sein Gesicht in die Cordhose vor ihm. Das war beinahe so bequem wie zu Hause das Kopfkissen im Bett. Lutz erriet aus dem Gespräch der beiden, der Mann war, wie Vater, ein Geograph.

Vater zeichnete die ganze Welt auf ein Stück Papier. Wo eine große Stadt lag, setzte er einen roten Punkt, die blauen Linien waren die Flüsse, die grünen flächen Wiesen, die braunen spitzen Berge.

Einmal hatte Vater ihm einen weißen Gummiball gekauft und gesagt: „Die Erde, auf der wir leben, ist rund wie dieser Ball. Jetzt wollen wir alle Länder darauf malen."

Kaum war der Vater damit fertig, nahm Lutz die Erde unter den Arm und ließ sie durchs Zimmer kullern. Vater kniete sich neben Lutz. Sie sahen nach,welches Land gegen den Bücherschrank gebumst war.

Nun fand Lutz sich schon gut zurecht auf der Welt. Sangen sie im Kindergarten ein Lied von (Chile,) wußte er, wo das Land lag, wie es aussah und was dort geschah. Schade, daß er den Erde-Ball jetzt nicht zum Spielen hatte. Vater und der Mann sprachen noch immer miteinander, und Lutz langweilte sich. Plötzlich gingen die Lichter an. Lutz kniff Vater ins Bein, er wußte, in diesem Augenblick, dachten sie dasselbe. Sie dachten das Wort: Mutti! Denn die Mutter hatte damit zu tun, daß die Lampen leuchteten, wenn es dunkel wurde. Sie arbeitet in einem Elektrizitätswerk. Sie schaltet die Hebel und drückt die Knöpfe für den elektrischen Strom. Und weil die Stadt Tag und Nacht den Strom brauchte, musste die Mutter in Schicht arbeiten, einmal am Tage, einmal in der Nacht. Daher holte der Vater Lutz oft vom Kindergarten ab. Gerade in diesen Tagen mußte Vater alles für ihn tun. Mutter war für zwei Wochen zu einem Kurs gefahren. Sie fehlte ihm. Manchmal wünschte sich Lutz, es gäbe keine Elektrizitat auf der Welt ... Er wünschte, kein Mensch wäre so klug gewesen, herauszubekommen, wie man sie erzeugt. Allerdings gäbe es dann auch kein Sandmännchen, weil es ohne Strom kein Fernsehen gäbe. Vater und sein Bekannter standen noch immer unter einer von Muttis Laternen. Lutz war ein bißchen ärgerlich,ein bißchen müde, und ihm war kalt. Er kniff den Vater kräftig in die Wade; das hieß in der „Beinsprache": Ich bin auch noch da.

Endlich ging der Vater mit ihm weiter. Im Hausflur trafen sie ihre Nachbarin – Oma Kohl. Die sah immer gleich alles. Sie war nämlich Pförtnerin bei der Kriminalpolizei. Diese Polizei war dazu da, Diebe zu entdecken und sie bestrafen zu lassen.

Oma Kohl sah Lutz nur eine Sekunde an und sagte dann: „Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen, junger Mann?"

„Wie konnen Läuse denn an meine Leber rankommen", erwiderte Lutz verächtlich. Dabei wußte er ganz gut, das dies nur eine Redensart für schlechte Laune war.

„Er ist müde", verteidigte ihn der Vater.

„Sie verwöhnen ihn", erwiderte Oma Kohl.

„Zieh dir den Mantel aus und wasch dir die Hände!", sagte der Vater, nachdem sie die Wohnung betreten hatten.

„Ich bin zu müde", erwiderte Lutz. Da zog ihm der gute Vater den Mantel aus und wusch ihm die Hände. „Willst du Spiegelei?"

„Nein!"

„Gekochtes Ei?"

„Nein."

„Was willst du denn?"

„Fisch mit Schlagsahne."

„Kein Mensch ißt Fisch mit Schlagsahne."

„Ich will's aber."

Jetzt langte es dem Vater, er sagte: „Zwei Butterbrote bekommst du und damit Schluß."

Als Lutz endlich im Bett lag, war er gar nicht mehr müde.

„Vati, holl den Globus", bettelte er. „Wohin reisen wir heute abend?"

Der Vater holte seinen Globus. Darauf war die runde Erde mit allen Ländern noch viel besser zu erkennen als auf dem Gummiball. Lutz schloß die Augen, hob den Zeigefinger und summte „surr..." Der Finger kreiste durch die Luft und landete irgendwo auf dem Globus.

Der Vater schaute nach und sagte: „Da hast du ja was schönes angerichtet, bist mitten ins Meer geraten. Glücklicherweise gibt es gerade an dieser Stelle ein paar winzige Inseln im Ozean, sonst wärst du mit dem Flugzeug untergegangen. Sie heißen die Kokosinseln. Ein weißer Mann aus England herrscht dort als König über die Menschen mit dunkler Haut. Sie sind seine Sklaven. Sie dürfen nicht lesen und schreiben lernen und bekommen kein Geld in die Hand." Der Vater erzählte. Vor Lutz entstand das Bild der Insel: Korallenriffe an der Küste, Kokospalmen und üppige Blümen auf dem Land. Ärmliche Hütten für Sklaven, ein reicher Palast für den König John. „Genug für heute, dir fallen schon die Augen zu." Viel zu früh beendete der Vater seine Erzählung.

Kaum hatte er Lutz gute Nacht gesagt, heuerte sich Käpitan Lutz ein Schiff, stach mit einer Besatzung von 12 Mann in See, steuerte geschickt um die Riffe, landete in der Dunkelheit der Nacht auf der Insel, nahm den König gefangen und befreite das Volk. Nach dieser größten Tat war er müde. Und was tat Käpitan Lutz? Er steckte zum einschlafen den Daumen in den Mund. Und was waren seine letzten wachen Gedanken? Er dachte, hoffentlich treffen wir morgen auf dem Weg zum Kindergarten nicht wieder den Hund, ich habe solche Angst vor ihm.

Am nächsten Abend sagte Vater: „Ich muß noch einmal fort." Lutz protestierte und heulte. Dabei war Oma Kohl in ihrer Wohnung, und er konnte sie anrufen. Jawohl anrufen! Vater hatte zwei kleine hellblaue Telefone gekauft, eins neben das Bett von Lutz und eins bei Oma Kohl aufgestellt. Mutter hatte sie miteinander verbunden.

Zuerst rief Lutz dauernd bei Oma Kohl an und störte sie. Da bestimmten die Eltern: Das Telefon ist ein Notdienst für dringende Fälle. Lutz begann ein paar Nöte zu erfinden. Oma, es hat draußen geklingelt." So ging das, bis Oma Kohl ihm folgende Geschichte erzählte: „Ein Mann lebte in einer einsamen kalten Gegend in Rußland, wo es im Winter Wölfe gab. Der Mann war ein Angsthase. Hatte er abends im dunkeln auf der Dorfstraße zu tun, fürchtete er sich und rief: ,Hilfe, die Wölfe kommen!' Die Leute eilten mit Äxten und Gewehren in den Händen hinaus. Kein einziger Wolf war zu sehen.

An vier verschiedenen Abenden rief der Mann: ,Die Wölfe kommen', und jedesmal rannten die Dorfbewohner bewaffnet auf die Straße. Dann hatten sie genug von seinem Geschrei. Als er das fünfte mal um Hilfe rief, blieben die Leute in ihren Häusern und sagten: „Der Angsthase macht wieder Theater, wir lassen uns nicht noch einmal irreführen. Doch diesmal waren die Wölfe wirklich gekommen. Der Mann schrie vergeblich – niemand eilte ihm zu Hilfe."

„Was passierte weiter?", fragte Lutz gespannt.

„Er konnte sich gerade noch über den Zaun retten, ein Wolf hat ihm die Hose zerrissen. – Und wenn du mich sooft anrufst, dann werde ich auch dir nicht mehr glauben.

„Quatsch", - fiel Lutz Oma Kohl böse ins Wort, „die Wölfe fraßen den Mann auf. Der eine Wolf biß ihm den Kopf ab, der andere fraß die Arme, die Wölfe waren hungrig und aßen ihn zum Abendbrot auf, nicht mal sein Haar und seine Nagel ließen sie übrig. Aber du willst mir das nicht erzählen, weil Mutti gesagt hat: ,Grausame Geschichten sind nicht für Kinder'."

„Du machst mich sprachlos", sagte Oma Kohl.

„Warum hat der Mann nicht wenigstens einen Wolf erschossen", fragte Lutz, „dann wären die anderen weggerannt. Wenn ich die Wölfe getroffen hatte, ich ware nicht über'n Zaun geklettert."

Oma Kohl sah ihn ein weilchen an und sagte dann:,,Wölfe sind ja auch viel harmloser als kleine Hunde."

Da wurde Lutz rot und fand keine Antwort.

Am Morgen war Lutz wieder mal bockig. Er wollte durchaus nicht zum Kindergarten laufen, sondern die eine Station mit dem Autobus fahren. Vater gab nach. Sie standen lange an der Haltestelle, sie quetschten sich in den überfüllten Bus und quetschten sich an der nächsten Haltestelle wieder heraus.

„Hat sich dass gelohnlt?" fragte Vater. Lutz schwieg.

Der Nachmittag kam heran, die Kinder gingen nach Hause. Doch der Vater von Lutz erschien nicht, und Lutz blieb als letzter von der Gruppe zurück. Er war den Tränen nahe.

Schließlich brachte ihn Frau Schmehler aus dem Kindergarten nach Hause.

„Ich kann bestimmt bei Oma Kohl bleiben, die hat mich gern", sagte Lutz.

Sie wollten gerade ins Haus gehen, da hielt ein Krankenwagen vor dem Tor und eine Trage wurde ausgeladen. Lutz konnte sich vor Schreck nicht mehr bewegen. Auf der Trage lag sein Vater.

Endlich gelang es ihm, hinzulaufen, er griff nach Vaters Bein und stieß auf etwas Hartes. Das Bein war in Gips gelegt.

Der Vater öffnete die Augen, er sah Lutz an und sagte: „Es ist nicht so schlimm."

Vater konnte sprechen und lächeln! Lutz war erleichtert. Die beiden Männer hängten die Gurte um die Griffe der Trage und gingen die Treppe hinauf. Im Zimmer angekommen, hoben sie den langen schweren Vater in sein Bett, kaum lag er da, verabschiedeten sie sich.

„Was nun?" fragte der Vater.

„Die Hauptsache, du bist lebendig", sagte Lutz.

Vater lächte: „Zu dumm", sagte er, „ein einziges Ahornblatt hat das fertiggebracht. Ich gehe mit meinen zusammengerollten Landkarten, fünf unter jedem Arm, über den Hof. Sie waren ziemlich schwer. Es hat mal wieder geregnet. Da rutsche ich auf diesem einen Blatt aus. Ich will nicht, daß meine Landkarten in den Dreck fallen, balanciere herum und stürze so unglücklich, daß mein Bein gebrochen ist."

Vater bewegte sich und stöhnte.

„Tut das Bein so weh?", fragte Lutz erschrocken.

,,Nein, der Arm tut viel mehr weh als das Bein. Ich bin auf den Ellenbogen gefallen."

Lutz sah erst jetzt, daß der Arm verbunden war. „Ich holl Oma Kohl", sagte er.

Als Lutz die Wohnungstür öffnete, standen mindestens fünf Nachbarn davor und unterhielten sich flüsternd. Kaum sahen sie Lutz, legten sie auch gleich los: „Was ist passiert? Wie geht es deinem Vater? Können wir helfen? Sollen wir deine Mutter holen lassen?"

Lutz war im Mittelpunkt. Bei anderen Gelegenheiten hätte ihm das gefallen. Ganz genau hatte er alles erzählt. Nun, vielleicht nicht so genau, denn auf einem einzigen Ahornblatt ausrutschen, war zu kläglich. Vielleicht so: Vater stand auf einer ganz hohen Leiter, er hatte hundert Landkarten unterm Arm...

Statt dessen sagte Lutz nur kurz: „Ich gehe Oma Kohl holen." Sie war zu Hause und kam gleich mit. Alle Nachbarn blieben auf dem Flur, Lutz wußte warum. Sie hofften, wenn Oma Kohl zurückkam, würde sie ihnen alles bis auf kleinste Detail erzählen. Die tun so ob sie Oma Kohl nicht kannten! Eine Nachbarin sagte, „Ein Mann mit gebrochenem Bein gehört nicht allein in die Wohnung, der muß ins Krankenhaus."

„Ich bin nicht allein", erwiderte der Vater, „wir sind zwei Männer, das schaffen wir schon."

Er sah Lutz an. Der stand, die Hände in den Hosentaschen, breitbeinig mitten im Zimmer, und erwiderte: „Klar, wir machen das schon." „Ich denke, jeder im Haus wird mal helfen", sagte Oma Kohl, ,,warten Sie auf mich, ich bin bald zurück."

„Abendbrotzeit", seufzte der Vater, „bist du auch so hungrig?" „Ich hab' keinen Hunger, weil ich mich so erschrocken hab'", antwortete Lutz.

„Wir brauchen nicht unbedingt zu essen", sagte der Vater wehmutig. „Ich bin gleich wieder da", sprach Lutz, verschwand in der Küche und öffnete den Kühlschrank.

Käse, Wurst, Tomaten. Er stellte alles auf's Tablett. Den Apfelsaft und das Brot auch. Lutz öffnete die Tür der Küche und nahm das Tablett in beide Hände. Er wollte die Tür mit der einen Hand schließen und drückte das Tablett mit der anderen Hand an sich. Da kippte der Apfelsaft um, ergoß sich über Brot, Butter und Käse und floß über den Filzteppich, der im Flur lag.

Lutz wollte zum Vater laufen, sich an sein Bein klammern und heulen vor Ärger. Er hatte schon die Klinke in der Hand, da fiel ihm ein, das Bein war hart wie Stein. Na, dann das andere; es war besser als gar keines, ein Bein brauchte er unbedingt. Die Tränen kullerten bereits. Er drückte die Klinke zum Schlafzimmer herunter...

Was hatte Vater gesagt? Wir zwei Männer schaffen das schon! Lutz lieft die Klinke los, wischte sich die Tränen vom Gesicht und trug das Tablett zurück in die Küche. Er trocknete den Boden auf und schnitt neue Scheiben vom Brot. Wurst und Käse waren naß vom Saft. Das ließ sich nicht ändern. Diesmal stellte er die Flasche nicht auf's Tablett, obwohl sie neu und verschlossen war.

„Unser Abendbrot, Vati", verkündete Lutz im Schlafzimmer. Er schob den kleinen Tisch ans Bett und holte Messer, Gabeln und Teller.

„Schmeckt's?", erkundigte er sich während des Essens.

,,Ausgezeichnet", sagte der Vater, „dieser Käse hat so einen interessanten Beigeschmack."

,,Eine neue Sorte", sagte Lutz, „er heißt ,Apfelsaftkäse'."

,,Hm" sagte der Vater.

„Soll ich morgen hier bleiben, dich pflegen?" fragte Lutz.

„Nicht nötig, du stellst mir Kaltverpflegung hin."

„Ich geh allein in den Kindergarten, und auf dem Rückweg kauf ich ein, und dann mach' ich Abendessen und wasch auf und wasch dich und …"

Es klingelte an der Tür. Oma Kohl kam zurück. In der Hand hielt sie eine Liste.

„Alles bestens", sagte sie, „jede Familie kocht einmal die Woche für sie mit und Frau Hähnel guckt ab und zu mal rein. Sie ist sowieso wegen ihres Säuglings zu Hause. Und vor allem wird Ihnen Lutz helfen, der ist ja tüchtig."

„Klar", sagte Lutz, „kein Problem."

An diesem Abend schaute sich Lutz Vaters Bein an. Selbst der Fuß war in Gips.

„Dein Bein sieht wie Italien aus", stellte er fest.

Der Vater setzte sich auf und betrachtete es: ,,Tatsächlich, du hast recht, hol mal einen Blei."

Lutz brachte den Bleistift und Vater fängt an, Seen, Flüsse, Städte und Berge auf den Gips zu zeichnen. „Morgen tuschen wir es an." Er beschrieb die wunderbaren Landschaften Italiens, die Schätze aus alten Zeiten, die dort noch vorhanden sind, und er sprach von den vielen Kommunisten, die es in Italien gibt; so viele, daß den Kapitalisten Angst und Bange wurde.

Lutz hörte begeistert zu und sagte: ,,Bis dein Bein gesund ist, weiß ich alles über Italien."

Am nächsten Morgen steht Lutz früh auf, zieht sich an, bereitet das Frühstück und versorgt Vater mit allem, was er braucht. Dann macht er sich allein auf den Weg zum Kindergarten. Die erste Kreuzung, die zweite, er wartet, bis das grüne Licht scheint, alles macht er richtig. Der Kindergarten ist nicht mehr weit. Da kommt der Hund wieder an, wie vor drei Tagen. Er läuft direkt auf Lutz zu. Der erschrickt sehr. Er will fortrennen und schreien:

„Vati, Vati, wo bist du, ich brauche dein Bein!"

Doch er schreit nicht und läuft nicht davon: Wir Männer schaffen das schon...!

Der Hund ist nahe. Er hechelt. Lutz blickt ihm fest in die Augen, so groß ist der Hund eigentlich gar nicht. Lutz sagt mit lauter Stimme: „Mach, daß du fortkommst!"

Der Hund sieht ihn an, dreht sich um und läuft davon.

Lutz ist sehr glücklich, er möchte singen und hopsen vor Freude.


Fragen zum Text:

1. Beschreiben Sie das Verhältnis von Vater und Sohn, geben Sie Beispiele!

2. Wo befindet sich die Mutter von Lutz,wie kommen die Beiden mit der Situation zurecht?

3. Wer ist Oma Kohl? Welche Rolle spielt sie im Leben von Lutz? Was kann er von ihr lernen?

4. Nach dem Unfall des Vaters ändert sich das Verhalten von Lutz, beschreiben Sie es anhand von Beispielen!


Aufgaben zum Text

1. Bereiten Sie den Lebenslauf von Ruth Werner in Tabellenform vor.

2. Unterteilen Sie die Erzählung in einige Abschnitte und finden Sie für jeden Abschnitt eine Überschrift!

3. Schreiben Sie Kurzinhalt der Erzählung!

4. Charakterisieren Sie die Haupthelden, Ort und Zeit der Handlung.

5. Nennen Sie die stilistischen Besonderheiten des Werkes.

6. Übersetzen Sie einen Abschnitt des Textes ins Ukrainisch.


Diskutieren Sie das Thema

Weltreisen“

PRO und CONTRA

Worthilfen: 
PRO: ich bin für ... , ich halte es für besser, wenn ..., ich unterstütze die Ansicht ..., die Meinung ..., ich sehe folgende Vorteile ..., der Vorteil für die Kinder besteht in ..., positiv für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder ist...

CONTRA: ich bin (absolut) nicht der Meinung, dass ..., ich möchte widersprechen ..., dieses Argument überzeugt mich nicht ..., ich stimme nicht überein mit ..., ich sehe folgende Nachteile ..., negative Auswirkungen sind ...


Fragen für Selbstarbeit

- Welche Themen, Ideen, Probleme betrachtet Ruth Werner ?

- Welche "allegorischen" Elemente gibt es in der Erzählung? Was ist ihre Funktion?

- Was könnte der Autor mit seinem Werk zeigen wollen?

- Was denken Sie selbst zur Fragen, die im Werk erstellen sind?



Quellennachweis


Der Kinderbuchverlag, Berlin

Abraham, Peter: Die windigen Brausenflaschen. Illustrationen von Eberhard Binder. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1974.

Günter Feustel.Die drei Cäcilien. Illustrationen von Errich Gürtzig. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1968.

Ingeborg Feustel.Ein Wald und Schweinchen Io. Illustrationenvon Eberhard Binder Straßfahrt. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1969.

Herbert Friedrich.Krawitter, Krawatter, das Stinchen, das Minnchen. Illustrationen von Gerhard Lahr. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1973.

Anna Geelhaar.Da sangen die Gänse. Illustrationen von Ingeborg Friebel. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1975.

Günter Görlich.Vater ist mein bester Freund. Illustrationen von Conrad Golz. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1972.

Gerhard Holtz-Baumert.Hasenjunge Dreiläufer. Illustrationen von Manfred Bofinger. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1976.

Hannes Hüttner.Das Huhn Emma ist verschwunden. Illustrationen von Erich Gürtzig. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1967.

Wera und Klaus Küchenmeister. Judiths wunderbarer Ball. Illustrationen von Bert Heller. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1961.

Werner Lindemann. Püncktchen. Illustrationen von Erika Klein. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1973.

Benno Pludra.Heiner und seine Hähnchen. Illustrationen von Ingeborg Meyer-Rey. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1962.

Fred Rodrian. Die Rakete von Bummelsburg. Illustrationen von Werner Klemke. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1962.

Isolde Stark.Kleine Ente namenlos. Illustrationen von Steffi Bluhm. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1976.

Martin Viertel. Ticki Mumm. Illustrationen von Manfred Bofinger. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1978.

Ruth Werner. Vaters liebes gutes Bein. Illustrationen von Wolfgang Würfel. Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1977.

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