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Кафедра ділової іноземної мови




НазваКафедра ділової іноземної мови
Сторінка3/17
Дата17.04.2013
Розмір0.76 Mb.
ТипДокументи
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Günther Feustel


Günther Feustel ist ein deutscher Autor von Kinder- und Jugendliteratur. Er wurde am 13. Juli 1924 in Teltow geboren. Feustel ist in der Hohen Tatra aufgewachsen. Ab 1943 war er deutscher Soldat, 1945 unterrichtete er als Neulehrer Biologie und Chemie in Stahnsdorf, später war er Lehrer an der Oberschule in Blankenfelde. Seit 1958 ist er freischaffender Schriftsteller.

Günther Feustel war mit der Jugendbuchautorin Ingeborg Feustel verheiratet. Gemeinsam mit ihr schuf er Fernsehpuppen für Kinder, beispielsweise Pittiplatsch und Schnatterinchen.

Von Günther Feustel sind über 30 Kinderbücher erschienen, die in 24 Sprachen übersetzt wurden. Viele seiner Geschichten, Romane und Hörspiele für Kinder und Jugendliche handeln von Menschen und Tieren in der freien Natur. Dazu gehören:1954: Uli und sein Schweinchen Jo; 1955: Mäuse, Tränen und ein Stubenzoo; 1956: Ich suche einen Bruder!; 1957: Die Bande vom oberen Kiefernweg; 1957: Tiere sind unsere Nachbarn; 1958: Guten Tag, Natur!; 1959: Gräser erobern die Erde; 1959: Der ungeschickte kleine Elefant; 1960: Martin und die Wiesenpieper; 1961: Katrinchen; 1961: Wir aus der 2a; 1962: Gnugu; 1963: José; 1965: Nino Däumling; 1968: Die drei Cäcilien; 1969: Jonathan; 1969: Die Geburtstagslaterne; 1980: Ilka - ein Tag im Leben eines Iltisses

^ Die drei Cäcilien


Der Wald der drei Cäcilien

Gleich hinter dem Bullerberg liegt der Bullersee faul in der Sonne. Gleich hinter dem Bullersee blüht die Wiese. Gleich hinter der Wiese steht ein kleines Haus.

In dem Haus wohnen der Großvater und die Großmutter und drei kleine Mädchen, die alle Cäcilie heißen. Eigentlich heißen sie Anka, Beate und Cäcilie. Aber das haben beinahe alle Leute vergessen. Denn die drei kleinen Mädchen sehen einander so ähnlich wie drei rotbackige Weihnachtsapfel. Eines Tages, als die drei Cäcilien Geburtstag hatten, und sie haben natürlich immer am gleichen Tag Geburtstag, schenkte ihnen Großvater einen Wald. Der Wald der drei Cäcilien wächst gleich hinter dem Hühnerstall, ganz nahe am Bullerberg. Drei winzige Birkenbäumchen stehen darin und ein alter, pumperdicker Walnußbaum und ein knorriger Holunderbusch. So — jetzt kennt jedermann das kleine Haus hinter der Wiese und die drei Cäcilien und den Drei-Cäcilien-Wald.

^ Wie die drei Cäcilien eine Frühlingswäsche machten

Die Frühlingssonne kitzelt Großvater in der Nase. „Hatschiii!" niest Großvater und lacht. Er hebt die drei Cäcilien zusammen auf das Schaukelbrett. Zwischen den drei Cäcilien sitzt die Puppe Karoline. Immer höher schaukeln die Cäcilien — bis zu den weißen Blütentellern im Holunderbusch.

„Ich kann gleich die Wolken greifen!" ruft die erste Cäcilie. Da fällt Karoline von der Schaukel und in eine Pfütze.

Die drei Cäcilien springen erschrocken vom Schaukelbrett, Karolines blauer Mantel ist ganz und gar schmutzig und das Kleid und die weißen Wollstrümpfe auch.

„Es ist wieder Zeit fur eine Puppenwäsche!" ruft die erste Cäcilie. Die drei Cäcilien gehen in das Haus. Sie holen das kleine Waschfaß und das Rubbelbrett und Großmutters dicke Waschseife. Sie ziehen Karoline aus. Die erste Cäcilie schrubbelt den blauen Puppenmantel. Die zweite Cäcilie rubbelt das rote Kleidchen. Die dritte Cäcilie wäscht die weißen Puppenstrümpfchen. ,Jetzt ist wieder alles sauber!" rufen die Cäcilien und hängen die Puppenwäsche in den Holunderbusch zum Trocknen.

Aber der Frühling ist im Wettermachen noch ganz und gar unsicher. Plötzlich donnert es, und dicke Regentropfen fallen vom Himmel. „Gewitter!" ruft die dritte Cäcilie. ,,Es ist Gewitter!"

Die drei Cäcilien laufen schnell zu Großmutter in die Küche. Die Regentropfen trommeln gegen die Fensterscheiben und zerspringen.

Aber so ein Frühlingsgewitter hat nie Zeit. Bums — kommt es, bums — geht es, und schon ist es vorbei. Die Sonne scheint wieder. Die drei Cäcilien laufen vor das Haus. Sie spritzen und patschen in den Pfützen herum. Sie falten kleine Boote aus Großvaters Zeitung und lassen sie schwimmen.Und dann ist es schon Zeit zum Schlafengehen.

Am nächsten Morgen findet Großmutter die Puppe Karoline unter dem Holunderbusch — ganz und gar nackt. Die drei Cäcilien schämen sich und suchen gleich nach der Puppenwäsche. Sie suchen unter dem Holunderbusch, sie suchen unter jedem Baum im Drei-Cäcilien-Wald, aber sie finden nicht einmal ein Puppenstrümpfchen. Die Puppe Karoline sitzt traurig auf der Fußbank. Nun schauen die Cäcilien in die Himbeersträucher am Zaun hinein. Wie erschrickt die Amsel, als die Cäcilien in ihr Nest sehen. Und wie staunen die drei Cäcilien, als sie im Amselnest unter zwei grünblauen Eiern Karolines Puppenstrümpfchen entdecken.

Die Cäcilien stehen vor dem Himbeerstrauch und denken nach. „Es ist halb so schlimm", sagt die erste Cäcilie, ,,im Frühling braucht man Strümpfe nicht so nötig!"

„Aber ein Kleidchen!" sagt die zweite Cäcilie, und sie suchen weiter auf der Wiese hinter dem Zaun und am Bullersee.

Auf der alten Weide hat der Storch sein Nest gebaut. Am Nestrand leuchtet es rot.

„Das sieht beinahe aus wie Karolines Puppenkleidchen!" flüstert die erste Cäcilie.

„Es ist Karolines Puppenkleidchen!" ruft die zweite Cäcilie.

„Storch, Storch, du Puppenkleiderdieb!" ruft die dritte Cäcilie und droht dem Storch.

Der Storch klappert mit dem Schnabel und hebt die Flügel. Die drei Cacilien laufen erschreckt davon. Sie verstecken sich in Großvaters Holzschuppen. Sie hocken hinter der Tür und gucken durch die Ritzen. Da mauzt es leise hinter ihnen. Und als die drei Cäcilien genau hinsehen, liegt in der dunklen Ecke Karolines blauer Puppenmantel und bewegt sich.

Die erste Cäcilie hebt den Mantel hoch. Unter dem Puppenmantel schlafen vier winzige, gefleckte Katzenkinder. Die zweite Cäcilie streichelt die Katzenkinder zärtlich mit einem Finger. ,,Wir müssen sie zudecken, damit sie keinen Schnupfen bekommen!" sagt die dritte Cäcilie.

Behutsam legen die Cäcilien Karolines blauen Puppenmantel wieder über die Katzenkinder. Sie nehmen die nackte Karoline und gehen zur Großmutter.

„Großmutter, alle Tiere bauen Nester und bekommen Kinder", sagt die erste Cäcilie.

Und dazu brauchen sie ausgerechnet Karolines Puppenkleider!" seufzt die dritte Cäcilie.

Tja, ja, ja", Großmutter lacht, „im Frühling darf man eben nichts liegenlassen!" Sie geht in das Haus und holt ihren Nähkorb. Großmutter und die drei Cäcilien sitzen unter dem alten, pumperdicken Walnußbaum im Drei-Cäcilien-Wald und schneidern für Karoline ein grünes Puppenkleidchen mit weißen Punkten.

Da kommt der freche Drosselmann und stiehlt aus Großmutters Korb einen langen roten Wollfaden.

“Nun ist es aber genug!" ruft die erste Cäcilie. Großmutter lacht und hängt einen blauen Wollfaden in die Walnußzweige.

“Vogelkinder sind auch Kinder. Und Kinder haben es gern bunt!”


^ Was die drei Cäcilien mit dem Igel Alexander erlebten


Die Maisonne scheint warm auf das kleine Haus zwischen der Wiese und dem Bullerberg.

„Es ist Maikäferwetter!“ rufen die Cäcilien.

Sie holen Großmutters alte Fliegenglocke aus dem Keller und stellen sie in den Drei-Cäcilien-Wald.

Im Holunderbusch brummeln drei Maikäfer durcheinander. Jede Cäcilie fängt einen davon. Sie sperren die Maikäfer unter Großmutters Fliegenglocke.

„Vertragt euch gut!" sagt die zweite Cäcilie. ,,Wir fangen noch mehr Maikäfer!"

Die drei Cäcilien suchen überall. Aber wie sie es auch anstellen — die Maikäfer sind immer gerade da, wo die Cäcilien nicht sind. Müde gehen die Cäcilien zum Drei-Cäcilien-Wald zurück. Wie sind sie da erschrocken! Nur noch ein einziger Maikäfer brummelt unter der Fliegenglocke herum. Die Cäcilien setzen sich traurig in das Gras und sehen dem einzigen Maikäfer zu.

„Es war bestimmt ein Maikäferdieb!“ sagt die erste Cäcilie. Die anderen Cäcilien nicken. Da raschelt es zwischen den Johannisbeerbuschen. Die drei Cäcilien sitzen ganz still. Zuerst schiebt sich eine winzig kleine Rüsselschnauze aus dem Gras hervor und dann eine Stachelkugel. Sie trippelt zur Fliegenglocke. Die kleine Rüsselschnauze schnüffelt begierig hin und her. Sie schiebt sich unter die Fliegenglocke und schmatzt den letzten Maikäfer auf. „Du Dieb!“ rufen die Cäcilien. „Du Maikäferdieb!“

Da rollt sich der Igel zu einer Stachelkugel zusammen. „Wir bringen den Dieb zu Großvater!“ sagt die erste Cäcilie. Aber die Igelkugel hat rundherum spitze Stacheln. Sie läßt sich nicht anfassen. Die Cäcilien holen den Handfeger und die Müllschippe und fegen den Igel auf. „So macht man es mit Maikäferdieben!" rufen sie.

Die drei Cäcilien lassen die Igelkugel auf den Gartentisch rollen. Auf der anderen Tischseite steht Großvaters Abendmilchsuppe. Die Igelkugel grunzt und schnieft leise. Die Stacheln zittern. Und plötzlich trippelt der Igel quer über den Tisch und schmatzt Großvaters Abendmilchsuppe auf.

„Was bist du nur für ein Vielfraß!" Die erste Cäcilie lacht. Der Igel klappt erschrocken die Stacheln über sein Gesicht und schmatzt weiter. Da lachen auch die anderen Cäcilien.

Großvater kommt. „ Aber Alexander, man darf doch nicht naschen!" ruft er. „Du kennst ihn, Großvater?" fragen die drei Cäcilien erstaunt. Großvater nickt. Der Igel trippelt auf Großvater zu und schnuppert an seiner Hand herum. Wie staunen da die Cäcilien! Und sie beschließen, auch mit dem Igel Alexander befreundet zu sein.

Jeden Abend bringen die Cäcilien ein Schälchen Milch zu den Johannisbeerbüschen. Und jeden Abend kommt der Igel Alexander und schnieft und grunzt und schmatzt die Milch auf. Dann schnüffelt er an den Händen der drei Cäcilien herum. Und man merkt es gleich, daß der Igel Alexander und die Cäcilien miteinander befreundet sind.

Aber am Donnerstag nach Pfingsten kommt Alexander nicht zu den Jo-hannisbeerbüschen — und am Freitag und am Sonnabend auch nicht. Die drei Cäcilien suchen Alexander überall im Garten. Sie fragen Großvater, aber Großvater hat den Igel auch nicht gesehen. Da werden die Cäcilien traurig.

„Vielleicht haben wir Alexander geärgert?" sagt die zweite Cäcilie. „Vielleicht ist er auch verreist!" sagt die dritte Cäcilie. Aber Großvater weiß, daß Igel niemals verreisen.

Und es vergeht eine Woche und noch eine Woche und dann noch eine Woche. Die drei Cäcilien sitzen zwischen den Johannisbeersträuchern und flechten einen Kranz aus gelben Butterblumen. Plötzlich raschelt es. Dann schnieft es laut und grunzt dazu. „Großvater – Alexander ist wieder da!" rufen die Cäcilien froh. Durch das Gras trippelt der Igel heran und sucht nach dem Milchschälchen. Hinter ihm aber trippeln fünf kleine winzige Igelkinder.

Die Cäcilien klatschen vor Freude in die Hände. Sie wollen die Igelkinder streicheln. Aber die Igelmutter faucht und zischt böse und trippelt aufgeregt hin und her. Sie will die Cäcilien beißen. „Dummer Alexander!“ rufen die Cäcilien empört. Großvater aber lacht. „Wenn man es recht bedenkt, dann ist unser Alexander eigentlich eine Alexandrine!“ Da müssen auch die drei Cäcilien lachen. Sie holen Milch für die ganze Igelfamilie.

Tag um Tag werden die kleinen Igel größer und ihre Stacheln spitzer. Und bald gehen sie ihre eigenen Wege. Nur die Igelmutter kommt noch jeden Abend zu den Johannisbeerbüschen.

Und keine der drei Cäcilien kann einschlafen, bevor nicht Alexandrine ihre Abendmilch aufgeschmatzt hat.

Eines Abends, als der Novemberregen große Pfützen auf den Gartenweg gelegt hat, warten die drei Cäcilien auf Alexandrine. Aber sie kommt nicht. „Vielleicht hat sie der Fuchs gefangen“, ruft die dritte Cäcilie erschrocken. „Aber nein – sie wird wieder Igelkinder bekommen haben", sagt die zweite Cäcilie. Da nimmt Großvater die Cäcilien an die Hand und geht mit ihnen zu dem hohen Laubhaufen am Zaun. Behutsam schiebt er die Blätter auseinander. Die drei Cäcilien stehen ganz still. Ein leises Schnarchen ist zu hören. „Wer schnarcht denn da?" flüstert eine Cäcilie. Großvater schiebt wieder behutsam die Blätter zusammen. ,,Es ist unsere Alexandrine. Sie schläft den ganzen Winter." „Den ganzen Winter?" staunen die Cäcilien. Großvater nickt.

Da gehen die drei Cäcilien auf Zehenspitzen in das Haus zurück. „Wie gut ist es doch eingerichtet, daß wir den Winter nicht verschlafen müssen", sagt die erste Cäcilie. „Sonst könnten wir niemals rodeln gehen!"

^ Wie die drei Cäcilien die schönsten Eier der Welt suchten

Es ist ein sonnenheller Morgen. Großvater, Großmutter und die drei Cäcilien sitzen unter dem pumperdicken Walnußbaum im Drei-Cäcilien-Wald und frühstücken. „Wo bleibt denn unser weißes Hühnchen?" fragt die erste Cäcilie. »Putt-putt-putt-putt!" ruft die zweite Cäcilie.

Großmutter streicht Pflaumenmus auf die Brötchen. ,,Vielleicht hat das weiße Hühnchen heute gerade keine Lust zum Frühstucken.“ ..Aber – es kann doch auch krank sein!“ Die dritte Cäcilie springt erschrocken auf.

Die Cäcilien rennen zum Hühnerstall. Alle Hühner gackern durcheinander, nur das weiße Hühnchen sitzt in der dunkelsten Ecke. „Gluck-gluck-gluck-gluck!” ruft es böse. „Ob es vielleicht mit uns verzankt ist? Die erste Cäcilie will das weiße Hühnchen streicheln. ,,Gluck-gluck-gluck!" Das weiße Hühnchen breitet die Flügel aus und trippelt aufgeregt hin und her.

„Ich habe es ja gleich gewußt – das weiße Hühnchen ist krank!" sagt die dritte Cäcilie traurig.

Großvater kommt und hebt das weiße Hühnchen hoch. „Es will brüten und kleine Küken haben", sagt er. Die drei Cäcilien erschrecken.

„Aber – wir haben doch die Eier vom weißen Hühnchen immer zum Frühstück gegessen", sagt die dritte Cäcilie.

„Vielleicht ist das weiße Hühnchen deshalb mit uns böse." Die erste Cäcilie sieht die anderen Cäcilien streng an. „Und deshalb müssen wir dem weißen Hühnchen neue Eier suchen. Es soll die schönsten Eier der Welt haben!" Die drei Cäcilien gehen über die Wiese bis zu dem kleinen Bullersee am Bullerberg. Zwischen den Weidenbüschen am Ufer hat die Wildente ihr Nest gebaut. Viele, viele blaugrüne Eier mit schwarzen Punkten liegen in dem Nest.

„Ich glaube, das sind die schönsten Eier der Welt!“ ruft die erste Cäcilie. Sie nimmt ein Ei aus dem Entennest und steckt es in ihre Schürzentasche. „Wer so viele Eier hat, der kann dem weißen Hühnchen wohl ein Ei abgeben!“ sagt die zweite Cäcilie. Sie nimmt auch ein Ei aus dem Entennest und steckt es in ihre Schürzentasche. Da nimmt auch die dritte Cäcilie vorsichtig ein blaugrünes Ei in beide Hände und bringt es dem weißen Hühnchen.

Das gluckt freundlich und setzt sich gleich auf die drei blaugrünen Enteneier. Die erste Cäcilie legt den Finger auf den Mund. „Wir wollen es niemandem verraten!“

Das Geheimnis der Cäcilien dauert lange – es dauert bis zum übernächsten Sonntagmorgen. Großvater, Großmutter und die drei Cäcilien sitzen gerade am Frühstückstisch unter dem pumperdicken Walnußbaum im Drei-Cäcilien-Wald.

„Naknaknaknak!" schnattert es unter Großvaters Stuhl. Erschrocken springt Großvater auf.

„Naknaknaknak!“ schnattert es jetzt hinter der Gießkanne. Großmutter schiebt die Gießkanne zur Seite. Drei kleine, plustrige, bunte Entenküken watscheln unter den Tisch. „Dockdockdock!" Das weiße Hühnchen kommt aus dem Holunderbusch geflattert. Wie staunen da Großvater und Großmutter. Das weiße Hühnchen pickt die Brotkrumen unter dem Tisch auf. Die drei kleinen, plustrigen, bunten Entenküken aber hüpfen in die Re-gentonne und planschen darin herum.

Das weiße Hühnchen fliegt aufgeregt hin und her. „Gluck-gluck-gluck-gluck!" lockt es. Die Entenküken aber kümmern sich nicht um das weiße Hühnchen, sie tauchen und planschen und schnattern. Da fliegt das weiße Hühnchen mitten in die Regentonne hinein. Und es wäre sicherlich ertrunken, hätte es Großvater nicht gerettet.

„Ich glaube, aus den schönsten Eiern der Welt schlüpfen nicht immer gerade die artigsten Kinder", sagt die erste Cäcilie.

Großvater sieht die drei Cäcilien vorwurfsvoll an. „Entenkinder gehören zu Entenmüttern. Nur Hühnerküken sind für das weiße Hühnchen richtig!" Da senken die Cäcilien ihre Köpfe und schämen sich.

„Wer sich so eine Suppe einbrockt, der muß sie auch auslöffeln", sagt Großmutter. Sie geht mit den Cäcilien in die Küche und zeigt ihnen, wie man ein Frühstück für kleine Enten macht.

Die drei Cäcilien und das weiße Hühnchen haben noch viel Mühe, bis aus den drei kleinen bunten Entenküken drei große, prächtige Bullersee-Enten geworden sind.

Eines Tages im Herbst, als die saftigen Butterbirnen in das Gras plumpsen, fliegt ein Schwarm Wildenten über den pumperdicken Walnußbaum. Die drei Cäcilien-Enten liegen faul in der Sonne. Plötzlich recken sie ihre Hälse. „Ratsch-ratsch-ratsch!" schreien sie aufgeregt. Dann fliegen sie ungeschickt den Wildenten nach.

Das weiße Hühnchen flattert verzweifelt hin und her. Die drei Cäcilien aber stehen stumm vor Schreck. Doch dann laufen sie über die Wiese zum Bullersee. Auf dem Bullersee schwimmen viele, viele Enten. „Ratsch-ratsch-ratsch!" schnattern sie, schlagen mit ihren Flügeln und fliegen schließlich über den Bullerberg davon. Die drei Cäcilien stehen am Bullersee und winken den Enten nach.


Wortschatz zum Text

faul-
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