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Методичні вказівки до самостійної роботи роботи з навчальних дисциплін




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НазваМетодичні вказівки до самостійної роботи роботи з навчальних дисциплін
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Дата26.05.2013
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ТипМетодичні вказівки
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Міністерство освіти і науки, молоді та спорту України

Сумський державний університет


3100 МЕТОДИЧНІ вказівки

до самостійної роботи роботи

з навчальних дисциплін

«Практичний курс другої іноземної (німецької) мови», «Лінгвокраїнознавство німецькомовних країн»


для студентів спеціальності 6.030507 “Переклад”

денної форми навчання


Суми

Сумський державний університет

2011


Методичні вказівки до самостійної роботи з навчальних дисциплін: “Практичний курс другої іноземної (німецької) мови”, “Лінгвокраїнознавство німецькомовних країн” / укладач Л.І. Дегтярьова. − Суми: Сумський державний університет, 2011.– 55 с.


Кафедра германської філології


Вступ


Методичні вказівки є збіркою текстів і вправ з лінгвокраїнознавства німецькомовних країн та призначені для студентів ІІ–ІV курсів факультетів та відділень іноземних мов для роботи як на семінарах з дисципліни «Лінгвокраїнознавство Німеччини», так і на практичних заняттях з німецької мови.

Тексти укладені на основі історичних оригінальних джерел, які ознайомлюють читача з історією та географією Німеччини. У вказівках є дефініція мультикультурного суспільства. До кожної теми складені змістовні лексичні та граматичні вправи.


^ Thema 1. Deutsche Geschichte

1. In vergangenen Zeiten lebten die deutschen Stämme nördlich der von Rom beherrschten Gebiete. Sie wurden Germanen genannt und waren zumeist gross, blond und blauäugig. Sie lebten von Jagd, Fischerei und primitiver Landwirtschaft. Körperliche Stärke und Ausdauer galt viel bei ihnen. Während dieser Zeit dehnten Julius Cäsar und sein Nachfolger Augustus das Römische Reich bis zum Rhein und an die obere Donau aus. Überall, wo die römischen Legionen blieben, wurden Festungen gebaut. Ungefähr 150 Jahre lang herrschte Frieden zwischen den Römern und Germanen.
Da die Feldarbeit der Germanen nicht weit entwickelt war, suchten sie immer neue Gebiete, wo sie Siedlungen machen konnten. Auch wuchs die Zahl der Stämme, und sie brauchten mehr Lebensraum. So begann die Zeit der Völkerwanderung, die sich bis ins 5. Jahrhundert fortsetzte. Von den vielen Stämmen, die an der Völkerwanderung teilnahmen, überlebten nur die Franken und Angelsachsen unbehelligt diese Zeiten. Diese Germanen wurden die Gründer des ersten deutschen Staates. 486 nach Christus wurde Clotwig, der aus dem Könighaus der Merowinger stammte, der Herrscher des deutschen Königreichs. Es stand noch stark unter römischen Einfluss.


Gotisch

... weihnai namo thein ... geheiligt sei dein Name

qimai thiudinassus theins Dein Königreich komme,

wairthai wilja theins Dein Wille geschehe

swe in himina Wie im Himmel

jah ana airthai ... auch auf Erden ....


2. Karl der Große. In der späteren Hälfte des 8. Jahrhunderts wurde Karl I. Herrscher des Fränkischen Reiches. Er regierte von 768 bis 814 und war ein weiser Feldherr und Staatsmann, der sehr viel Wert auf Kultur und Erziehung legte. Wegen seiner politischen Erfolge ging er in die Geschichte als Karl der Grosse ein.
Karl war loyaler Christ, und der Papst erkannte ihn als den mächtigsten Herrscher Europas an, dessen Ziel es war, die romanischen und germanischen Völkerstämme unter eine gemeinsame Regierung zu bringen. Im Jahre 800 wurde Karl der Grosse überraschen von Papst Leo III. in Rom zum Kaiser gekrönt. Die Hauptstadt des neuen Kaiserreichs wurde Aachen. Karl lenkte die Geschicke seines Reiches mit grosser Energie und Klugheit. Als Beschützer des Rechts wurde er noch in späteren Jahrhunderten verehrt.

Er fühlte sich auch verpflichtet, die christliche Bevölkerung seines Reiches gegen die Invasionen der heidnischen Nachbarn zu schützen und mit seiner Herrschaft das Christentum weiter auszubreiten. Auch liess er genaue Kopien von kostbaren Manuskripten anfertigen, die er auch zu seinen eigenen Studien verwandte. Karl versuchte auch die Architektur zu fördern. Ein Beispiel für die Entwicklung des romanischen Stiles ist der Dom zu Aachen. Hier wurde Karl der Grosse 814 in einem römischen Marmorsarge zur Ruhe gelegt.

Unter den Nachfolgern Karls des Grossen begannen neue schwere Kämpfe um die Macht. Sie besassen aber weder die Kraft noch die Fähigkeit, die Herrschaft über ein so enormes Reich weiterzuführen. Schliesslich zerfiel das Fränkische Reich wieder und es wurde 834 in Verdun unter seine drei Enkel neu aufgeteilt.


Althochdeutsch

dat sagetun mi usere liuti Das sagten mir unsere Leute

alte anti frote, dea erhina varun alte und erfahrene, die vordem waren

dat hiltibrant haetti min fater dass Hildebrant mein Vater hiess

ih heittu hadubrant ... ich heisse Hadubrant ...


3. Otto I., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Als der nächste grosse Vereiniger Westeuropas gilt Otto I., auch der Grosse genannt, der 936–973 als Kaiser regierte. Papst Johann XII. krönte Otto I. im Jahre 962 zum Kaiser des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Sein Reich erstreckte sich schließlich von der Nordsee bis zum Mittelmeer einschließlich der heutigen Gebiete von Holland, Belgien, Elsass-Lothringen, Ost- und Westdeutschland, Österreich und Italien. Trotzdem war es im wahren Sinne des Wortes kein Kaiserreich; denn der Kaiser war für den grössten Teil des Reiches nur eine Schattenfigur ohne Macht. Könige, Grafen und andere Edelleute regierten innerhalb des Kaiserreichs ihre eigenen kleinen Staaten ohne bedeutende Intervention vonseiten Ottos.

Der Kaisertitel war zu dieser Zeit nicht mehr vererblich und wurde von Edelleuten und Bischöfen durch Wahl vergeben. Schließlich wurde die Wahl auf sieben Kurfürsten beschränkt. Sie liessen den Kaiser fast nie vergessen, dass er seine Position nur ihnen zu danken hatte. So wurden die Kaiser immer machtloser und waren nicht in der Lage, Deutschland wiederzuvereinigen.


4. Während des Mittelalters waren die Bauern meist von der herrschenden Ritterschaft abhängig. Um das Jahr 1100 herum führte das Anwachsen der Bevölkerung auch zum Anwachsen der Städte und Dörfer. Einige der Städte, die damals gegründet wurden und sich bis heute kaum verändert haben, wie Rothenburg ob der Tauber und das bayrische Dinkelsbühl, sind gute Beispiele für solche mittelalterlichen Städte. Die Kaufleute und Handwerker, die in diesen Orten lebten, gehörten zum Mittelstand und wurden Bürger genannt. Zum Schutz ihres Handels formten mehrere deutsche Städte den Hansebund. Städte wie das heutige Hamburg, Bremen und Lübeck waren seine Mitglieder, und Köln galt als das westdeutsche Haupt dieses mächtigen Bundes.


5. Das Heilige Römische Reich um 1100.

Eine der glanzvollsten Kaisergestalten des Mittelalters war Friedrich I., den die Italiener wegen seines roten Bartes „Barbarossa“, d.h. Rotbart, nannten. Er wurde im Jahre 1152 zum Kaiser gewählt. Auf dem 3. Kreuzzug im Jahre 1190 ertrank Barbarossa in dem türkischen Fluss Saleph, der heute Göksu heisst. Die Sage berichtet aber, dass er nicht wirklich gestorben, sondern nur eingeschlafen sei, und zwar in einer Höhle im Kyffhäuserberg in Thüringen. Alle hundert Jahre wache er wieder auf, um zu sehen, ob Deutschland endlich wiedervereinigt sei.


Mittelhochdeutsch

Uns ist in alten mæren Uns ist in alten Mären

wunders vil geseit viel Herrliches gesagt

von helden lobebæren von rühmvollen Helden

von grôzer arebeit von grosser Arbeit

von vröuden hôchgeziten von den höchsten Freuden

von weinen und von klagen .... von Weinen und von Klagen


Nach dem Tode Friedrichs II. im Jahre 1250 brach eine Periode der Unrast über das Reich aus. Es zerfiel in viele Grafschaften, Herzog- und Fürstentümer, die jede ihren eigenen Herrscher hatten. Im Jahre 1273 wurde Rudolf I. von Habsburg zum Kaiser gewählt. In den nächsten fünf Jahrhunderten stellten die Habsburger fast alle deutsche Kaiser. Sie hatten in dieser Zeit die Oberhoheit in Österreich, aber eigentlich wenig Macht in Deutschland. In Österreich blieben die Habsburger bis 1918 die regierende Herrscherfamilie.


6. Die Kreuzzüge waren kriegerische Aktionen zugunsten der christlichen Kirche im Mittelalter. Vor allem im 12. und 13. Jahrhundert unternahmen europäische Christen, die man Kreuzfahrer nannte, verschiedene solcher Kreuzzüge gegen die „ungläubigen“ Mohammedaner, welche die „Heiligen Stätten“ in Jerusalem beherrschten. Als Motive für die Kreuzzüge kann man religiösen Fanatismus, Abenteuerlust und Beutegier betrachten. Fünf bis sieben Millionen Männer der führenden Schichten Europas fielen ihnen zum Opfer.


7. Nach erfolglosen Versuchen von Wiclif, Hus und anderen Vorreformatoren riefen im 16. Jahrhundert Luther, Zwingli und Calvin zur Erneuerung der Kirche auf. Dies führte dazu, dass die alte Kircheneinheit aufgelöst wurde und neue protestantische Kirchen entstanden. Zum Anlass der Reformation wurde die Auseinandersetzung mit der katholischen Lehre vom Sündenablass, die 1517 mit der Bekanntgabe von Luthers 95 Thesen begann. Später kam seine Kritik an anderen Doktrinen hinzu.

Besonders wichtig an Luthers Lehre ist sein Kampf gegen die Interpretation vom freien Willen, dem er den unfreien Willen gegenüberstellt, weil der Mensch unter dem Zwang der Sünde steht. Luthers Bibelübersetzung (1534) machte einen grossen Schritt zur Vereinheitlichung der deutschen Sprache, und wird noch heute häufig gelesen.


Frühneuhochdeutsch.

Hör, Mensch, Hör, Mensch,

wenn du zu Tisch wilt gahn, wenn du zu Tisch gehen willst,

dein Händ solt du gewaschen han. sollst du deine Hände gewasche

haben.

sollst du deine Hände gewaschen Lange Nägel ziemen (sich) gar

haben. nicht wohl,

die man heimlich abschneiden soll. die soll man heimlich abschneiden.


8. Der Dreissigjährige Krieg von 1618 bis 1648 vernichtete die Macht und den Wohlstand Deutschlands, das der Kriegsschauplatz war. Drei Fünftel seiner Bevölkerung, etwa 10 Millionen Menschen, wurden die Opfer dieses grausamen Krieges. Das Auflösen des Krieges stammte von der Spannung zwischen dem Protestantismus und dem Katholizismus, besonders in Böhmen. Dort kam es zum Bürgerkrieg, und durch die Intervention anderer Länder wurde er zu einem Krieg der europäischen Mächte. Das Kriegsende kam endlich mit dem Westfälischen Frieden zu Münster, dessen Resultat die Zerrissenheit des Deutschen Reiches war.


9. Preussen wurde die Kernzelle des neuen und kleineren deutschen Reiches. Es war zuerst das Gebiet von Ostpreussen, das unter Kurfürst Friedrich I. (1417–1440) sich gegen die Macht des Adels und der Städte durchsetzte. Preussens weiterer Aufstieg kam im 17. Jahrhundert, als die Herzöge geordnete Finanzen, ein pflichteifriges Beamtentum und eine fähige Wehrmacht entwickelten.
1701 erwarb Friedrich Wilhelm I. die preussische Königskrone. Er brachte die Finanzen, das Beamtentum und das Heer auf solche Höhe, dass sein Sohn Friedrich der Grosse danach den Krieg um Schlesien gegen das Kaiserhaus unter Maria Theresia gewinnen konnte. Von 1740 an gehörte Preussen zu den Weltmächten. Aber der preussische Staat war unter den weniger fähigen Königen Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III. nicht imstande, seine alte Macht zu erhalten.


10. Das isolierte Preussen unterlag Napoleon im Kriege von 1806–1807. Es wurde auf die Hälfte seine Grösse reduziert und verlor seine militärische Macht. Aber eine Reformperiode von nur wenigen Jahren genügte, Preussen zu gefürchteten Vorkämpfer der Befreiung von Napoleon zu machen.

Kyffhäusersage

Der Kyffhäuser (\'kyfhɔɪsɐ, seltener und historisch auch \'kɪfhɔɪsɐ; auch Kyffhäusergebirge genannt) ist ein Mittelgebirge südöstlich des Harzes im Thüringer Kyffhäuserkreis sowie im sachsen-anhaltischen Landkreis Mansfeld-Südharz, das eine Höhe von bis 473,4 m ü. NN erreicht und sich über rund 70 km² erstreckt.

Seine höchste Erhebung ist der Kulpenberg, auf dem seit den 1960er Jahren der Fernsehturm steht. Auf einem Bergvorsprung im Nordosten befinden sich die Ruinen der Reichsburg Kyffhausen, die Ende des 19. Jahrhunderts durch das Kyffhäuserdenkmal zu Ehren Kaiser Wilhelms I. ergänzt wurden.

Während ein Großteil des Kyffhäusers mit Wald bedeckt ist, fallen an seinem Süd- und Westrand unbewaldete Hänge auf. Das Fehlen von Wald resultiert aus einem Mangel an Grundwasser des sehr gipshaltigen und stark verkarsteten Untergrunds. Der Kyffhäuser ist auch Namensgeber des Geoparks Kyffhäuser, der neben dem Kyffhäusergebirge noch weitere Gebiete im Westen, Süden und Osten umfasst.

Der Name Kyffhäuser wird auf das Wort cuffese (=Kuppe/ Kopf) zurückgeführt. Historisch existieren auch die Schreibweisen Kiffhäuser und Kyfshäuser. Eine weitere Variante der Namesdeutung „Kyff“ ist „Krieg“ oder auch „Streit“, sodass der Kyffhäuser ein Streithaus, eben eine Burg ist.

Der Kyffhäuser ist der zentrale Punkt einer Sage der Bergentrückung. Nach dieser Sage schläft in einer Höhle des Kyffhäuserbergs der Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, mitsamt seinen Getreuen, um eines Tages zu erwachen, das Reich zu retten und es wieder zu neuer Herrlichkeit zu führen.

In der Höhle sollen Besucher mit viel Vorstellungsvermögen den Kaiser sehen können, wie er auf einer Bank sitzt und schläft. Sein roter Bart sei schon durch den steinernen Tisch gewachsen. Bis zum 16. Jahrhundert nahm nicht Barbarossa, sondern Kaiser Friedrich II. die Rolle des schlafenden Kaisers in der Sage ein, später auch Karl der Große. Vor allem im Mittelalter gab es immer wieder Hochstapler, die sich als auferstandener Kaiser ausgaben und viele damit täuschten. Das vielleicht bekannteste Beispiel hierfür ist das des Tile Kolup.

Besonders im 19. Jahrhundert wurden mit der Sage auch aktuelle politische Forderungen verknüpft. Vor der deutschen Einigung 1871 hegten viele Deutsche den Wunsch nach einem Nationalstaat, wie er nach damaliger Auffassung zu Zeiten Friedrichs I. existierte.

Eine der bekanntesten literarischen Bearbeitungen dieser Sage ist das 1817 von Friedrich Rückert verfasste Gedicht „Der alte Barbarossa“:

Der alte Barbarossa,
der Kaiser Friederich,
im unterird’schen Schlosse
hält er verzaubert sich.

Er ist niemals gestorben,
er lebt darin noch jetzt;
er hat im Schloss verborgen
zum Schlaf sich hingesetzt.

Er hat hinabgenommen
des Reiches Herrlichkeit
und wird einst wiederkommen
mit ihr, zu seiner Zeit.

Er nickte als wie im Traume
sein Aug halb offen zwinkt;
und je nach langem Raume
er einem Knaben winkt.

Er spricht im Schlaf zum Knaben:
Geh hin vors Schloss, o Zwerg
und sieh, ob noch die Raben
herfliegen um den Berg.
Und wenn die alten Raben
noch fliegen immerdar,
so muss ich auch noch schlafen
verzaubert hundert Jahr.

Die Sage wurde in der Literatur vielfach aufgegriffen, wie beispielsweise in dem Volksmärchen Der Schmied von Jüterbog von Ludwig Bechstein. Heinrich Heine persiflierte die Barbarossa-Sehnsucht in Deutschland. Ein Wintermärchen. Nach 1871 wurde der Kyffhäuser-Mythos nicht mehr auf die nationale Einigung bezogen, sondern vielmehr auf das Weltmachtstreben des deutschen Kaiserreichs unter Wilhelm II. In diese Zeit fiel deshalb auch der Aufbau des Kyffhäuserdenkmals, welches nicht nur Friedrich Barbarossa zeigt, sondern auch Wilhelm I., den ersten Kaiser des Hohenzollernreichs, in Form eines Reiterstandbilds als Erben des Staufers präsentiert.


Übungen zum Thema „Deutsche Geschichte und Politik“

1. Eins von den Dingen gehört nicht zu den anderen. Umkreisen Sie in jeder Gruppe das Wort, das nicht zu den anderen passt:

1.

die Diktatur

die Monarchie

die Vereinigung

die Demokratie

2.

der Bürgermeister

der Bürger

der Kanzler

der Kaiser

3.

das Reich

die Republik

das Königtum

der Frieden

4.

der Dom

die Partei

die Regierung

der Bundestag

5.

der Weltkrieg

die Wende

die Alliierten

der Führer


2. Politik und Geschichte. Finden Sie für jede Definition in der rechten Spalte den passenden Begriff oder Namen in der linken Spalte:

1.

die Luftbrücke     

A

die Jahren 1989–1990, als die Mauer fiel

2.

die Weimarer

B

die Verfassung (=constitution) von Deutschland

3.

die Wiedervereinigung 

C

das heutige deutsche Parlament

4.

der Bundestag     


D

die erste parlamentarische Demokratie Deutschlands, von 1918 bis 1932

5.

die Wende     

E

Adolf Hitler

6.

die Besatzungszonen    

F

Ost-Deutschland (die Deutsche Demokratische Republik)

7.

das Grundgesetz     

G

West-Deutschland (die Bundesrepublik Deutschland)

8.

der Führer     

H

im Jahre 1948 flogen viele Flugzeuge mit Lebensmitteln nach Westberlin

9.

die Alliierten     

I

im Jahre 1990 wurden die DDR und die BRD wieder ein Land

10.

der Marshallplan 

J

die Sieger im zweiten Weltkrieg (USA, Britannien, Frankreich, UdSSR)

11.

die BRD     

K

von 1947–1952 gaben die Amerikaner viel Geld und Hilfe zu Deutschland

12.

die DDR     

L

die vier Teile Deutschlands, die 1945-1949 unter der Kontrolle der Alliierten waren


^ 3. BRD oder DDR? Welche Aussagen beschreiben die ehemalige BRD? Welche beschreiben die ehemalige DDR? Schreiben Sie die richtige Antwort (BRD/ DDR):




Which country ...




1.

was known as a Marxist workers’ state?




2.

was occupied by France, Great Britain, and the U.S. after World War II?




3.

erected a structure in 1961 known as „der antifaschistische Schutzwall”?




4.

was characterized by a social market economy?




5.

was regarded as the wealthiest of all Warsaw Pact nations?





4. Lückentext zur Geschichte Deutschlands. Füllen Sie jede Lücke mit einem Wort aus der Liste ein:


4.1 Bürger, gründete, Kanzler, König, Reich, Republik, verlor.

Friedrich der Große (auch Friedrich II. genannt) war der … von Preußen. Preußen war ein … , das von Polen bis zum Rhein in Norddeutschland ging. Friedrich kam zu dem Thron im Jahre 1740.

Otto von Bismarck war der … unter Kaiser Wilhelm im Jahre 1871. Er brachte alle kleinen deutschen Fürstentümer (=principalities) zusammen, und er … die erste deutsche Nation.

 Deutschland … den ersten Weltkrieg. In den 1920er Jahren hieß die Regierung in Deutschland die Weimarer … . Diese war eine Demokratie: es gab ein Parlament und alle deutschen … , sowohl Männer als auch Frauen, konnten wählen.


4.2 Ausgewandert, Diktatur, Juden, (2x) Macht, Partei, zerstört.

In den frühen 30er Jahren (1932–1933) kamen die Nazis an die … . Ihre politische … hieß die NSDAP – die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Hitler war der Führer von der NSDAP. Unter Hitler war Deutschland nicht eine Demokratie, es war eine …. Hitler hat in Deutschland vieles gegen die … gemacht: sie wurden zum Beispiel in Konzentrationslagern gebracht, und während der Kristallnacht – der Nacht vom 9. November 1938 – haben die SS-Truppen alle jüdischen Geschäfte … . Viele … , die Geld hatten, sind vor 1938 aus Deutschland … : viele kamen in die USA und andere gingen nach Russland.


4.3 Geteilt, gewonnen, Grenzen, Gründung, Mauer, Wiedervereinigung.

Die Alliierten – die USA, Großbritannien, Frankreich und Russland – haben den zweiten Weltkrieg … . Sie haben Deutschland in vier Zonen … . Die … von der BRD und der DDR fand im Jahre 1949 statt. Dann wurden die … zwischen Ost und West geschlossen. Die Berliner … wurde im Jahre 1961 gebaut, und blieb bis 1989, als die DDR endlich aufgelöst (=dissolved, dismantled) wurde. Die Mauer fiel im Jahre 1989, aber die offizielle … von Deutschland war im Jahre 1990.


5. Ein bisschen höflicher, bitte! Erinnern Sie sich an den Konjunktiv? Schreiben Sie die Sätze um, damit sie höflicher sind. Benutzen Sie den Konjunktiv, wie in dem Beispiel:

BEISPIEL:   Bring mir ein Bier!           

Würdest du mir ein Bier bringen?                            

1.

Ruf mich morgen an!




2.

Bleibt hier!




3.

Seien Sie bitte vorsichtig!




4.

Hast du eine Tasse für mich?




5.

Gebt mir die Zeitung!




6.

Sei bitte still!




7.

Kannst du für das Essen zahlen?





6. Wenn ich reich wäre! Ergänzen Sie die Sätze. Sie müssen dabei irgendeine Form des Konjunktivs benutzen. Benutzen Sie Konjunktiv: würde + Infinitiv, könnte, hätte, ware!

1. Wenn ich in Deutschland wohnte, … .

2. Wenn ich Zeit hätte, … .

3. Ich wünschte, … .

4. Wenn ich nur … .

5. Wenn ich mehr Geld hätte, … .

6. Wenn ich Bill Clinton wäre, … .


7. Deutsche Geschichte: Was heißen diese Sachen? Wann ist das geschehen? Sagen Sie, was der Begriff bedeutet. Geben Sie die englische Übersetzung von dem Verb:

Terminologie

Welches Jahr?

^ Erklären Sie

Verben

Geographie

Adolf Hitler wurde der „…” genannt

Der zweite Weltkrieg endete

die Luftbrücke

gewinnen

Was ist die Hauptstadt von Deutsch-land?

Der Name des deutschen Parlaments ist der …

Adolf Hitler kam zur Macht

die antifaschis-tische Schutzwall

zerstören

In welchem Bundesland liegt München, wo man das Oktoberfest feiert?

Deutschlands erste Demokratie hieß die …

Die Berliner Mauer wurde gebaut

die NSDAP

erlauben

Welche zwei Bundesländer sind auch Städte, und waren früher in der Hanseliga?

Die Verfassung (=consitution) von Deutsch-land heißt das …

Der erste Weltkrieg endete

die Wende

wählen

Nennen Sie drei deutsche Flüsse

Nennen Sie drei deutsche Flüsse

Gerhard Schröder wurde Bundeskanzler

der Marshall- plan

stattfinden

Was ist der längste Fluss in Deutsch-land?


8. Testen Sie sich selbst:

1. When was Germany unified as a nation for the first time?

-  under Frederick the Great in 1740;

-  under Bismarck and Kaiser Wilhelm in 1871;

-  under Hitler in 1933.

2. What kind of government did Germany have following World War I?

-  a republic;

-  a monarchy;

-  a dictatorship.

3. What were some of the reasons for dissatisfaction in 1920’s Germany?

-  the stock market crash of 1929;

-  a totalitarian government;

-  expensive war reparations to France;

-  inflation;

-  prohibition of alcohol;

-  high unemployment;

-  too many foreign workers;

-  the abdication of the Kaiser.

4. What was the „official” cause of World War II?

-  outrage against Hitler;

-  the assassination of Archduke Franz Ferdinand;

-  Germany’s invasion of Czechoslovakia in 1938;

-  Germany’s invasion of Poland in 1939.

5. Which of the Allies liberated Berlin at the end of WWII?

-  USA;

-  Great Britain;

-  France;

-  Russia.

6. Describe the division of Germany after the end of World War II. Which allies had which sections?

7. What was the Berlin Luftbrücke?

8. When did Germany officially split into East and West?

-  1945;

-  1949;

-  1955.

9. Which government was founded first?

-  West Germany;

-  East Germany.

10. When was the Berlin Wall built?

-  1945;

-  1949;

-  1961.

11. What was the official name that East Germany gave the Wall?

-  der eiserne Vorhang;

-  der antifaschistische Schutzwall;

-  die Arbeiterstandsmauer.

12. Which two universities were in West Berlin?

-  Freie Universität;

-  Humboldt-Universität;

-  Technische Universität.

13. What was the capital of West Germany from 1949–1989?

-  Berlin;

-  Bonn;

-  Frankfurt.

14. What was the capital of East Germany from 1949–1989?

-  Berlin;

-  Dresden;

-  Leipzig.

15. What were some selling points to living in West Berlin (over any other West German city such as Frankfurt or Munich)?

-  tax breaks;

-  liberal politics;

-  easy travel;

-  contact with East Berlin;

-  new and renovated buildings.

16. When were the borders opened between East and West?

-  October 3, 1989;

-  November 9, 1989;

-  October 3, 1990.

17. Does Germany have a constitution?

-  yes;

-  no;

-  explain.

18. How many states does Germany have today?

- 9;

-11;

-16.


9. Definitionen oder Synonyme. Finden Sie für jedes Wort die richtige Definition:

1.

der Bürger      

A

das Resultat; was am Ende herauskommt

2.

das Grundgesetz

B

der Anfang oder der Beginn von etwas

3.

die Gründung  

C

die Demokraten oder die Republikaner sind eine …

4.

die Partei      

D

1989–1990, als die Mauer fiel

5.

die Folge      

E

ein Mensch, der in einem Land wohnt

6.

die Wende

F

ein Dokument, das sagt, welche Gesetze (=laws) das Land hat


^ 10. Eine kleine Chronik. Wählen Sie Wörter für die Lücken:

Alliierten,  BRD, Bundesländer, Diktatur, DDR, Freiheit, Frieden, Grenzen, Hauptstadt, Juden, Kanzler, Kommunismus, Macht, Reich, Republik, Vereinigung, Weltkrieg (2x).


1740

Friedrich II. wird König von Preußen. Sein … geht von dem heutigen Polen bis zum Rhein

1871

Otto von Bismarck wird der … des deutschen Reiches. Die … des Reiches ist Berlin

1914

Der erste … beginnt mit der Ermordung (=assassination) von Erzherzog Franz Ferdinand

1918

Die Weimarer … beginnt. Deutschland hat jetzt ein Parlament und ist eine Demokratie

1933

Hitler kommt an die … . Deutschland ist nicht mehr demokratisch: es ist eine …

1938–1939

Der zweite … beginnt; Hitler marschiert in die Tschechoslowakei und in Polen ein

1938

In den nächsten sechs Jahren werden sehr viele … in Konzentrationslagern eingesperrt

1941

Nach Pearl Harbor tritt die USA in den Krieg ein. Die USA, Großbritannien, Frankreich und Russland zusammen nennt man die …

1945

Die USA macht einen Bombenangriff auf Hiroshima und Nagasaki. Der Krieg ist bald zu Ende, und nach dem Krieg kommt der … . Deutschland ist vier Jahre lang eine Besatzungszone, das heißt, es ist kein freier Staat, sondern es wird von den Alliierten kontrolliert

1949

Deutschland wird geteilt: im Westen heißt der Staat die … , im Osten die … . Im Westen ist der Staat kapitalistisch, aber im Osten herrscht der …

1961

Die Mauer wird mitten in Berlin gebaut. Jetzt sind die … geschlossen: Ostdeutsche dürfen nicht in den Westen reisen

1989

Der eiserne Vorhang (=iron curtain) fällt, und die Ostdeutschen haben jetzt die … , in den Westen zu reisen. Die … von West- und Ostdeutschland beginnt. Es gibt nach 1990 in Deutschland 16 … , wie Bayern, Hessen, Sachsen, und Thüringen


^ 11. Deutsche Geschichte – wie viel weißt du davon? Wann sind die folgenden Ereignisse geschehen?

1.

Französische Revolution; auch Unruhe in Deutschland

A

1740

2.

Friedrich der II. (Friedrich der Große) ist der preußischer König

B

1789

3.

Teile von Deutschland (vom Rhein westwärts) unter Kontrolle von Frankreich

C

1792–1814

4.

Befreiungskrieg gegen Napoleon; endet mit dem Vertrag von Versailles

D

1814–1815

5.

viele unerfolgreiche Demonstrationen in ganz Deutschland, auch viele Emigration von Deutschland in die USA

E

1848

6.

die Weimarer Republik: die erste deutsche Demokratie

F

1871

7.

Erzherzog Franz Ferdinand ermordet; der erste Weltkrieg beginnt

G

1914

8.

Bismarck vereinigt Deutschland unter Kaiser Wilhelm I.

H

1918

9.

Hitler-Putsch in München (Hitler versucht, an die Macht zu kommen, aber er muss ins Gefängnis)

I

1918–1932

10.

Friedensvertrag von Versailles; Ende des ersten Weltkriegs

J

1923

11.

die USA tritt nach Pearl Harbor in den zweiten Weltkrieg ein

K

1932

12.

“Kristallnacht”: systematische Gewalttaten gegen Juden

L

1933

13.

Hitler kommt offiziell an die Macht; Deutschland ist eine Diktatur

M

1938

14.

die NSDAP (die Nazi-Partei) gewinnt die Macht in freien Wahlen

N

1939

15.

der zweite Weltkrieg beginnt; Hitler marschiert in Polen ein

O

1941

16.

Berliner Blockade und Luftbrücke

P

1945

17.

Gründung der BRD und der DDR

Q

1947–1952

18.

Bau der Berliner Mauer

R

1948

19.

amerikanische Hilfe für Westdeutschland (der Marshallplan)

S

1949

20.

Friedensvertrag: Ende des zweiten Weltkriegs

T

1961

21.

DDR-Minister Erich Honecker tritt zurück; Öffnung der Berliner Mauer

U

1982

22.

DDR aufgelöst; Deutschland wiedervereinigt

V

1989

23.

Gerhard Schröder wird Kanzler

W

1990

24.

Bundeskanzler Helmut Kohl wird gewählt

X

1998



Thema 2. Die deutschen Bundesländer und die Hauptstadt Berlin

Die BRD

Die Bundesrepublik Deutschland liegt im Herzen Europas. Sie ist umgeben von neun Nachbarstaaten: Dänemark im Norden, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich im Westen, der Schweiz und Österreich im Süden und von der Tschechischen Republik sowie Polen im Osten. Diese Lage in der Mitte ist seit der staatlichen Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 noch deutlicher. Deutschland gehört zur Europäischen Union (EU) und der NATO und bildet eine Brücke zu den mittel- und osteuropäischen Staaten.

Das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland ist 357 022 qkm groß. Die längste Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt in der Luftlinie 876 km, von Westen nach Osten 640 km. Die äußersten Grenzpunkte sind: List auf der Insel Sylt im Norden, das sächsische Deschka im Osten, das bayerische Oberstdorf im Süden und Selfkant (Nordrhein-Westfalen) im Westen. Die Grenzen der Bundesrepublik haben eine Länge von insgesamt 3767 km.

Deutschland zählt rund 82 Millionen Einwohner. Die Bundesrepublik ist nach Rußland der bevölkerungsreichste Staat Europas, vor Italien mit 58, Großbritannien mit 57 und Frankreich mit 56 Millionen Menschen. Flächenmäßig ist Deutschland allerdings kleiner als Frankreich mit 552 000 und Spanien mit 505 000 Quadratkilometern.

Die BRD ist Mitglied der Europäischen Wiederschaffsgemeinschaft und der NATO. Das oberste Machtorgan der BRD ist der Bundestag. An der Spitze des Staates steht der Bundespräsident, an der Spitze der Regierung ist der Bundeskanzler.

Die deutschen Landschaften sind außerordentlich vielfältig und interessant. Niedrige und hohe Gebirgszüge wechseln mit Hochflächen, Stufenländern, Hügel-, Berg- und Seenlandschaften sowie weiten, offenen Ebenen. Von Norden nach Süden unterteilt sich Deutschland in fünf große Landschaftsräume: das Norddeutsche Tiefland, die Mittelgebirgsschwelle, das Südwestdeutsche Mittelgebirgsstufenland, das Süddeutsche Alpenvorland und die Bayerischen Alpen.

Das Tiefland im Norden besteht aus seenreichem und hügeligem Küstenland. Dazwischen gibt es Heiden und Moore sowie fruchtbare Böden im Süden vor der Mittelgebirgsschwelle. Hierzu gehören die Niederrheinische, die Westfälische und die Sächsisch-Thüringische Bucht. Ein Kennzeichen für die Ostseeküste sind in Schleswig-Holstein die Fjörden. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele Strände und flache Küsten. Die wichtigsten Inseln sind in der Nordsee die Ostfriesischen Inseln wie Borkum oder Norderney, die Nordfriesischen Inseln Amrum, Föhr, Sylt und die Halligen sowie Helgoland. In der Ostsee sind die wichtigsten Inseln Rügen und Fehmarn. Die Ostseeküste ist teils sandige Flachküste, teils felsige Steilküste. Zwischen Nord- und Ostsee liegt das niedrige, seenreiche Hügelland der „Holsteinischen Schweiz”.

Die Mittelgebirgsschwelle trennt den Norden vom Süden Deutschlands. Zu den Mittelgebirgen gehören u. a. das Rheinische Schiefergebirge mit Hunsrück, Eifel, Taunus, Westerwald, Bergischem Land und Sauerland. Außerdem liegen im Westen und der Mitte Deutschlands das Hessische Bergland und das Weser- und Leinebergland. Im Herzen Deutschlands findet sich die Gebirgsinsel des Harzes. Östlich gelegen sind die Rhön, der Bayerische Wald, der Oberpfälzer Wald, das Fichtelgebirge, der Frankenwald, der Thüringer Wald und das Erzgebirge.

Zum Südwestdeutschen Mittelgebirgsstufenland gehören die Oberrheinische Tiefebene mit ihren Randgebirgen Schwarzwald und Odenwald, der Spessart, der Pfälzer Wald mit der Haardt und das Schwäbisch-Fränkische Stufenland mit der Alb.

In einem engen Tal zwischen Bingen und Bonn zwängt sich der Rhein, die wichtigste deutsche Verkehrsachse in Nord-Süd-Richtung, durch das Rheinische Schiefergebirge. Auf seinen wenig fruchtbaren Hochflächen und Bergrücken von Hunsrück, Taunus, Eifel und Westerwald leben beträchtlich weniger Menschen als in den geschützten, durch Weinbau und starken Fremdenverkehr geprägten Tallandschaften rechts und links vom Rhein.

Das Süddeutsche Alpenvorland besteht aus der Schwäbisch-Bayerischen Hochebene mit ihren Hügeln und großen Seen im Süden. Dazu gehören auch weite Schotterebenen, das Unterbayerische Hügelland und die Donauniederung. Ein Kennzeichen für diese Landschaft sind Moorgebiete, kuppenförmige Hügelketten mit dazwischenliegenden Seen (Chiemsee, Starnberger See) und kleine Dörfer.

Der deutsche Teil der Alpen zwischen dem Bodensee und Berchtesgaden umfaßt nur einen kleinen Anteil dieses Gebirges: Er beschränkt sich auf die Allgäuer Alpen, die Bayerischen Alpen und die Berchtesgadener Alpen. Eingebettet in die Bergwelt der Alpen liegen schöne Seen, wie zum Beispiel der Königssee bei Berchtesgaden, und beliebte Fremdenverkehrsorte, wie etwa Garmisch-Partenkirchen oder Mittenwald.

Klimatisch liegt Deutschland im Bereich der gemäßigt-kühlen Westwindzone zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Kontinentalklima im Osten. Es ist selten, dass die Temperatur sich sehr stark und schnell verändert. Niederschlag fällt zu allen Jahreszeiten. Im Winter liegt die Durchschnittstemperatur zwischen 1,5 Grad Celsius im Tiefland und minus 6 Grad im Gebirge. Die Mittelwerte im Juli liegen bei 18 Grad Celsius im Tiefland und bei 20 Grad in den geschützten Tälern des Südens. Ausnahmen sind der obere Rheingraben mit seinem sehr milden Klima, Oberbayern mit dem regelmäßig auftretenden Föhn, einem warmen alpinen Südwind, und der Harz. Dieser bildet mit seinen scharfen Winden, kühlen Sommern und schneereichen Wintern eine eigene Klimazone.

Die BRD (Deutschland – DE) besteht aus 16 Bundesländern: Baden-Württemberg – BW, Bayern – BY, Berlin – BE, Brandenburg – BB, Bremen – HB, Hamburg – HH, Hessen – HE, Mecklenburg – Vorpommern – MV, Niedersachsen – NI, Nordrhein-Westfalen – NW, Rheinland-Pfalz – RP, Saarland – SL, Sachsen – SN, Sachsen-Anhalt – ST, Schleswig-Holstein – SH, Thüringen – Th.

Ein Land (in der juristischen Fachsprache selten, jedoch in der Standardsprache auch Bundesland genannt) ist nach der föderalen Verfassungsordnung der Bundesrepublik Deutschland einer ihrer teilsouveränen Gliedstaaten. Die Bundesländer haben nach Rechtsprechung und herrschender Ansicht in der Rechtswissenschaft originäre Staatsgewalt und damit Staatsqualität. Sie unterscheiden sich aber von gewöhnlichen Staaten dadurch, dass ihre (partielle) Völkerrechtssubjektivität von der des Bundes „abgeleitet [= derivativ] und nicht originär ist” und ihnen insoweit „durch die Bundesverfassung Kompetenzen in auswärtigen Angelegenheiten eingeräumt werden”. Dementsprechend können die Länder Verträge mit anderen Völkerrechtssubjekten abschließen, allerdings in der Regel nur mit Zustimmung der Bundesregierung und soweit sie für die Gesetzgebung zuständig sind. Bereits vorher bestehende Staatsverträge wie die Salinenkonvention zwischen Bayern und Österreich von 1829 stehen dem nicht entgegen.

Die Bundesrepublik kann als die staatsrechtliche Verbindung ihrer Länder angesehen werden, ist also Bundesstaat im eigentlichen Sinne. Demnach erhält der Bund erst durch diese Verbindung seiner Gliedstaaten selbst Staatscharakter.

Der Staats- beziehungsweise Regierungsform nach sind alle deutschen Länder parlamentarische Republiken. Die verfassungspolitischen Rahmenbedingungen dieser Regierungsform werden durch bundesstaatliches Verfassungsrecht, das sogenannte Homogenitätsgebot des Grundgesetzes (Art. 28 GG), zwingend vorgeschrieben, wobei dieses Gebot grundsätzlich auch eine präsidentielle Regierungsform auf Länderebene zuließe.

Neben der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag sind die Länder ein wichtiger Akteur im politischen Willensbildungsprozess – das gilt auch für die deutsche Europapolitik. Die Länder gestalten über eine Vielzahl von Strukturen und Institutionen aktiv den europäischen Gesetzgebungsprozess mit. Das Mitwirkungsrecht wird durch die EU-Verträge, das Grundgesetz sowie einzelne Begleitgesetze rechtlich abgesichert. In den vergangenen Jahren wurden kontinuierlich eigene Strukturen – Europaministerien, Europaabteilungen, Europareferate und Vertretungen in Brüssel – aufgebaut. Auch dadurch haben die Länder ihren Einfluss auf europapolitische Entscheidungen sichern und punktuell ausbauen können.

Der Vertrag von Lissabon, seit 1. Dezember 2009 in Kraft, stärkt die Länder in ihrem Recht, ihre landesspezifischen Interessen gegenüber den europäischen Institutionen vertreten zu können. Erstmals wird die kommunale Selbstverwaltung im Primärrecht festgehalten. Das Subsidiaritätsprinzip garantiert die Zuständigkeit der Länder für all die Bereiche, die sie selbst am besten verwirklichen können und nicht in die ausschließliche Zuständigkeit der Europäischen Union fallen. In Streitfragen über die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips und zur Wahrung der eigenen institutionellen Rechte können die Länder über den Ausschuss der Regionen (AdR) vor dem Europäischen Gerichtshof vorstellig werden.
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